Volltext: Das Fürstentum Liechtenstein und der gesamte Fürst Johann von und zu Liechtensteinsche Güterbesitz

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LIL 
Die vereinigten Güter Butschowitz-Steinitz 
in Mähren. 
Polit. Bez.: Wischau, Gaya und Auspitz. Gerichtsbezirk: 
Butschowitz, Austerlitz, Steinitz, Gaya und Klobouk bei 
Brünn, 
Gesamtarea 14,310-18 ha (Butschowitz 5,3 75-13, Steinitz 
8,935-05 Aa). 
Gesamte direkte Steuern und Fondszuschläge 130,850 K, 
Gemeinde- und andere Umlagen 61,893 K. 
Geschichte. Die Herrschaft Butschowitz wurde durch 
den Fürsten Maximilian von und zu Liechtenstein 
(geb. 1578, gest. als kais.. Hofrat und Feldzeugmeister am 
23. April 1643) einem Bruder der Reichsfürsten Karl und 
Gundacker, durch Heirat mit Katharina, Tochter und Erbin 
des begüterten Herrn Johann Sembera v. Boskowitz 
(letzter männlicher Nachkomme dieses berühmten mährischen 
Adelsgeschlechtes), 1602 erworben. (Brünner Landtafel XXIX, 34.) 
Das Schloß in Butschowitz, ein herrliches und bis heute 
ziemlich unverändert gebliebenes Denkmal der Renaissance- 
schloßbauten Mährens, ließ Johann Sembera Cernohorsky 
v. Boskowitz 1566 bis 1582 durch den Meister Ferrabosco 
di Lagno aufführen und im Innern mit aller Pracht ausstatten. 
Dieses Schloß besitzt den schönsten, mit einem prächtigen 
Brunnen gezierten Arkadenhof Mährens '). Auf dieser Stelle stand 
ehemals die alte Kirche samt dem Friedhofe. Die heutige 
Butschowitzer Pfarrkirche wurde vom Fürsten Maximilian 
auf dem Platze eines eingerissenen Bürgerhauses in den Jahren 
1637 bis 1642 neu erbaut. 
In den älteren Zeiten war fast jeder einzelne Ort der 
heutigen Herrschaft Butschowitz ein eigenes Gut, von denen 
allerdings die meisten schon im Laufe des 15. Jahrhunderts 
mit Butschowitz vereinigt wurden. so Bohuslawitz. Brankowitz, 
') Vgl. Alois/ Franz. Schloß Butschowitz. In: „Österr. 
Monatsschrift für den öffentlichen Baudienst“. Jahrgang 1895, 
Heft X und XI.
	        

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