Volltext: Denkschrift über den Uferschutz am Rhein und die neuesten Bestrebungen für eine durchgreifende Stromregulirung von Ragaz bis zur Mündung des Rheins in den Bodensee

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Um dieser im Rheinthäl "noc< gänz neuen Maßnähine Zu- 
trauen zu erwecken, "wird es vortheilhaft sein , den' Anfang'im 
Kleinen zu machen, und nur näch Und nach zu größern Unter- 
nehmungen dieser "Art zu schreiten nach Maßgabe "des Anklan- 
zes, den diese Operation bei den Eigenthümern findet, und des 
sichtbaren Nutzens , den sie bringt. Aber auch dann würde ich 
sie als ein abgesondertes Privatwerk behandeln , wenn schon 
die Verwaltung des Rheinunternehinens ihm mit 'den nöthigen 
Nivellementen bei Erstellung der Zu - und Abflußgräben , der 
Eindammungen, Anbringek" von Sihlek", "Durchlässea und 
Schleußen an die Hand gehen soll. %» 
Die Basis und die Krone "des gänzen Werkes besteht'nach 
dem übereinstimmenden Zeugniß“ aller Experten in einer durc<- 
greifenden , rüsichtslosen Abfürzung der untersten Flüßsektion 
und einer Ausleitung des Rheins in den See auf kürzestem 
Wege. 
Wird“ diese Grundbedingung 'des gänzen Unternehmens, 
schon seit 30 Jähren der heißeste Wunsch der betroffenen Ge- 
meinden und das einmüthige Streben der beidseitigen Techniker 
und Experten, nicht berücksichtigt, so geht ohne" allen Zweifel 
das ganze obere Korreftionswerk einem trostlosen , “entsetzlichen 
Ende entgogen. 
Diese Sache ist so ernst und“folgewichtig, daß ich die aller- 
fleinste Abweichung: vom radikalsten“ Plane,“ nämlich von der 
Richtung von Brugg nac< Fußach als ein großes Unglück für 
das ganze Nheinthal, beide Uier , ansehen“ und das Greifen 
nach halben Maßregeln, wie die Korrektion am Rinnsal 'oder 
das soenannte Duile'sche Projekt als traurig“und unheilvoll 
bezeichnen müßte. 
Haben auc< anerkannte , tüchtige Technifer vor zwölf Jah-
	        

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