Volltext: Denkschrift über den Uferschutz am Rhein und die neuesten Bestrebungen für eine durchgreifende Stromregulirung von Ragaz bis zur Mündung des Rheins in den Bodensee

Deichverbänden in Holland liegen feine- andern Re<hts- 
prinzipien zu Grunde. Ein zunächstregendes Beispiel bietet 
uns Oesterreich , welches, als es sich 1734 um dringende 
Korrektidnen am Rhein von.Brugg abwärts handelte; neben 
den wuhrpflichtigen Gemeinden auf den in. drei Klassen ein- 
getheilten Gründbesitz , der Gemeinden , Privaten, “milden 
Stiftungen 'und von den Domanialgütern" in der Weise griff, 
daß es von der ersten , zunächst an den Rhein grenzenden 
Klässe 3 kr. , von der zweiten daranstöoßenden 2 fr. und von 
der dritten , entferntesten Güterklasse 1 kr. Wuhrsteuer vom 
Gulden nach dem Rechtssate: „qui Sentit commodum s8en- 
tiat et.onus“ einzuheben verorduete. 
Die rü>wärts liegenden Rheingemeinden anerkennen 
jogar die“? Konkurrenzpfliht in Nothfällen , wollen aber 
heut zu T22e unter „-"?othfälle"“ nur jene Fälle verstehen, 
wo'in'F %2 wirklich eingetretener Ho<hgewässer Wuhr- und 
Dämmbrüche erfolzt sind, während anderseits behauptet 
wird, dx NPheinwuhrnoth sei überall da vorhanden , wo 
der Rhein be'im hohen Wässerstand währscheinlich einbrechen 
könne, und wo die Wuhrpflichtigen äuseisener gehöriger 
Anstrengung wirkli aver Stande seien, die nothwendigen 
Wuhrbauten herzustellen. . Daß bei solchen Konflikten der 
obersten Administrativ- und. Exekutivpbehörde jetzt, wie in 
alter und neuerer Zeit, das Recht des Entscheids ,- ob ein, 
die Konkurrenz rechtfertigender , Wuhrnothfall vorhanden 
sei oder "nickt / eingeräumt und die Befugniß ertheilt werden 
muß, das Veaß der Hülfeleistung, wenn zu wenig oder 
nichts angeboten werden wollte , festzuseße1 , kann keinem 
Zweifel unterliegen, und haben jüngere , bedauerliche Er- 
fahrungen, die wir hier besser unberührt lassen , als hö<hst 
Nn
	        

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