Volltext: Die Berichte der Expertencommissionen über die Ursachen und den Betrag des durch die Überschwemmungen im Jahr 1868 in den Cantonen Uri, St. Gallen, Graubünden, Tessin und Wallis angerichteten Schadens

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Vebertrag Fr. 1,923 
8. Gemeinde Augio. 160 Seelen. Ge- 
meindegut Fc. 5000. Die Gemeinde wurde an Dämmen 
und Wiesen geschädigt um . . Fr. 1,580 
Der Schaden einer größern Anzahl Privaten im Betrag von 
Fr. 10--50 wurde wegen seiner geringen Bedeutung nicht 
berücksichtigt. 
9. Gemeinde St. Domenica. 112 Seelen. 
Gemeindegut Fr. 1700. Die Gemeinde wurde an I äm- 
men geschädigt . 7 . : . . "Fr=4548 
die Privaten an Dämmen, Wiesen und Ae>krn „ 962 
Fr. 1,510 
10. Gemeinde Caucso. 4114 Seelen, Ge- 
meindegut Fr. 5000. Die Gemeinde wurde an Dämmen 
geschädigt um . ; . 3: Ft::5800 
die Privaten an Wiesen und Gebäuden .„ ""„ 3,442 
- Fr. 4,242 
Total des Shadens8 im Thale von Calanca Fr. 9,260 
III. Kreis Rheinwald. 
Das ca. 4 Stunden lange Thal von Hinterrhein bi8 Sufers, 
Rheinwald genannt, liegt in einer mittlern Höhe von 5000 Fuß über 
Meer. Die Thalsohle, welche in der Breite von 400-400 Meter 
wechselt, hat im Allgemeinen nur ein Gefäll von 41/5 Prozent und wird 
vom Hinterrhein, welcher am Zapportgletscher, etwa 2 Stunden vom 
Dorf Hinterrhein entfernt, entspringt, in unregelmäßigem Bette durch- 
flossen. Längs des obern Theiles des Flusses von. Hinterrhein bis 
Splügen zieht sich die Straße vom Bernhardin, welche sich im letzten 
Dorfe mit der Straße vom Splügenpaß vereinigt und weiter der Thal- 
sohle abwärts fol«+. Von den beidseitigen Gebirgen fließen eine Menge 
Bergbäche, welcye im Allgemeinen nur bei Regengüssen Wasser führen, 
dem Hauptthale zu und bilden durch ihre zeitweisen Geschieb8ablage- 
rungen mehr e* 'y weniger große Schuttkegel in die Thalfläche hinaus. 
Durc< nothdürftige Wuhrungen, theilweise von Privaten, theilweise 
durch den Kanton zur Sicherung der Straße erstellt, würde der größte 
Theil der Thalsohle vor gewöhnlichen Ueberschwemmungen geschüßt und 
fulturfähig gemacht. Auch die Seitenbäche waren theilweise, wenigstens 
soweit sie anliegende Ortschaften unmittelbar bedrohten, eingedämmt. 
Verbauungen in den obern runsenförmigen Partien fehlten aber noch 
gänzlich mt AuS8nahme einer Thalsperre an einem Bache bei Medels, 
welche sich bei dem Ereignisse al8 zweckmäßig bewährt hat.
	        

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