Volltext: Die Berichte der Expertencommissionen über die Ursachen und den Betrag des durch die Überschwemmungen im Jahr 1868 in den Cantonen Uri, St. Gallen, Graubünden, Tessin und Wallis angerichteten Schadens

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13) Untervaß. Indem die Gemeinde an Wuhren einen Schaden 
von Fr. 18,69 und an. zerstörtem und. entwerthetem Land einen solchen 
von Fr. 51,595 erlitten hat, und unter den 101 geschädigten Privaten 
57 vermögenlos sind, findet der Hülferuf nach Unterstüzung in beiden 
Richtungen, für erstere namentlich auch an die Wuhrbauten, seine volle 
Begründung. 
14) Chur. Wenn auch die Gemeinde ein großes Steuerkapital 
besit, 3 ijt dagegen von den beschädigten Privaten die Mehrzahl (57 
von 107) vermögen8lo8, und - verdienen dieselben bei Vertheilung der 
Liebe8gaben Berücksichtigung. 
15) Xläs<h. Die enorme Schädigung der Gemeinde an Wuhren 
mit Fr. 1 ',000, wozu ein weiterer Betrag oder Schaden der Gemeinde 
von Fr. 32,620 kommt, in Verbindung mit den namhaften Opfern für 
Wasserbauten in den lezten 5 bis 6 Jahren, welche die Kräfte erschöpf- 
ten, erheischen eine kräftige Unterstüßung. Die daherige Bitte der Ge- 
meinde wird deßhalb von der Kommission mit Nachdruck befürwortet. 
16> Voffna. In dem Schaden von Fr. 29,995 ist ein Verlust 
von Fr. 15,000, den die Privaten im Juli l. J. laut amtlicher Er- 
hebung erlitten haben, inbegriffen. Nicht8 desto weniger glaubt die 
Kommission, daß die erstgenannte Gesammtsumme bei der Vertheilung 
der Liebe8gabeu in Berücksichtigung fallen sollte, weil die bedrängte 
Gemeinde mit nur 148 Ginwohnern und dem geringen Steuerkapital 
von Fr. 53,600 zu. den ärmsten und daher nothdürftigsten des Kan- 
tons zählt. 
17) Churwalden, obwohl mit einem namhaften Steuervermögen 
ausgestattet, hat dennoch eine Anzahl hart Heimgesuchter, welche als 
besonders unterstüßungsbedürftig zu bezeichnen sind. 
18) Voschiavo. Die Verbauung der Rüfe an der Verone ist 
unausSweichtich, die Unterstüßungsbeiträge werden namentlich zu diesem 
Zwee nachgeyucht. 
19) Münster ist arm, von den Rüfen beständig heimgesucht, die 
Unterstüzung sowohl für die Bedrängten als zum Zweeke der unaus- 
weichlichen Verbauungen daher sehr dringend. 
20) St. Maria. In gleicher Lage ; sehr hart betroffen : Maria 
Mader, Johann Tyepäder, Philipp Largiader und Wittwe A. Pol. 
21) Trimi2. Unter den 41 Beschädigten befinden sich 26 ohne 
Vermögen, und die Einwohnerschaft wurde bereit8 im August l. J. 
mit einem Wasserschaden von Fr. 30,000 laut amtlicher Schätzung 
heimgesucht, welcher Betrag in der Summe der lezten Schädigung von 
Fr. 33,375 nicht inbegriffen ist. =- Aus dieyen Gründen glaubt die 
Kommission möglichste Berücksichtigung der Nothleidenden empfehlen zu 
sollen.
	        

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