Volltext: Bericht des fürstlichen Landestechnikers über die liechtensteinischen Rheinschutzbauten

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Hochwuhre. 
Die Geschichte der Entstehung und Entwicklung der Hohwuhre 
ist innig mit jener der Hohdämme verknüpft. Hochwuhre und Hoch- 
dämme ersetzen sich am diesseitigen Ufer noch gegenseitig und zwar 
jo lange, bis die nöthigen nicht unbedeutenden Summen flüssig ge- 
macht werden können, um die no< vorhandenen Hochwuhrlücen 
gänzlich, wie am schweizer. Ufer, schließen zu können. Aber auch 
dann werden noch drei Stellen offen bleiben müssen und zwar: 
eine im Heilos, bei Triesen Nr. 7?/,, 
eine oberhalb Vaduz, bei Nr. 11, - 
eine unterhalb Gamprin, bei Nr. 23/,. 
Es sind dies die Punkte, wo die Entwässerungskanäle sich in 
den Rhein ergießen. 
Die weitere Frage aber, ob es zwe>mäßig und dringlich er- 
scheint = in Anbetracht der bedeutenden weitern Opfer, welche der 
Ausbau der Hochwuhre von den schon überschuldeten Rheingemeinden 
fordern würde =- alle, oder nur einige und welche der Hoch- 
wuhrlücken zu schließen, läßt si< an dieser Stelle auch nicht in 
Detail und endgültig erledigen, sondern setzt eine Erwägung der 
finanziellen Lage und Erforschung neuer Hilfsquellen, sowie auch die 
Anhörung der diesbezüglichen Ansichten der einzelnen Gemeindebe- 
vollmächtigten voraus. 
Einige der vermeinten Lü>en müssen in thunlicher Bälde ge- 
schlossen, andere können gelegentlich verbaut werden, dann ist noch 
eine dritte Kategorie von Hochwuhröffnungen zu erwähnen, welche 
ohne Gefahr zu laufen offen bleiben dürfen, im Falle 
man sc<h, wie beim Zweilinien-System, auf genügend 
hohe und zureichend in-den Böschungen geschützte Hin- 
terdämme stüßen kann. Jm Allgemeinen bezeichnen wir jene 
Stellen als die dringlichen, wo Wuhr und Damm in größeren 
Abständen auseinander liegen und der rapide Wasserabfluß nicht 
durc< höhe Staudämme gehemmt wird, sondern freien Abfluß hat 
und Anlaß zu schädlichen Auskolfungen und Hinterspühlung der 
Halbhochbauten findet, wie dies früher im Heilos in Triesen und 
vor dem Baue der Hochtraversen in der Schaaner Unterau der Fall
	        

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