Volltext: Bericht des fürstlichen Landestechnikers über die liechtensteinischen Rheinschutzbauten

N 
(ichfeit an einzelnen Schutzbauten nicht shon längst dem technischen 
Aufsichtspersonal wohl bekannt und müßten demselben erst die Augen 
geöffnet werden. Wer öfter Gelegenheit hatte, die kommissionellen 
Rheinbegehungen für Anordnung der laufenden Wuhrbauten mitzu- 
machen, dürfte wissen, wie hart es oft geht, die Gemeinden zur 
Ausführung der dringendsten Bauten zu verhalten =- nicht weil 
es den Betreffenden an der nöthigen Einsicht, sondern an den Mitteln 
fehlt. Die vielen Wuhrsteuerrücstände in den einzelnen Gemeinden 
bestätigen diesen bedauern8werthen Umstand zur Genüge. Man soll 
also den Fehler suchen, wo er ist, und neue entsprechende Mittel zu 
schaffen trachten, um die rückständigen Bauten energischer in die 
Hand nehmen und schneller ihrer Vervollkommnung entgegenführen 
zu können. 
Es steht uns zwar nicht zu, die finanzielle Seite dieser Frage 
hier weiter zu beleuchten, doch erlauben wir uns noch anzuführen, 
und trauen uns insoweit auch ein Urtheil zu, daß die sieben Rhein- 
gemeinden fast ohne AuSnahme fernerhin nicht mit größeren Wuhr- 
schulden belastet werden dürfen, weil ein großer Theil der einzelnen 
Steuerträger =- troß den langgestreckten Terminen =- ihren lau- 
fenden Verpflichtungen nicht entsprechen können! Diese Frage hängt 
deShalb mit der technischen innig zusammen und will ebenso eingehend 
studirt sein. Das eine ohne das andere führt nicht zum Ziele. 
Nach dieser Abschweifung haben wir über die Dammbauten 
noch zu erwähnen, daß wir das Niveau derselben in der berech- 
neten Maximalhöhe hielten =- kleine Sc<hwankungen ausge- 
nommen. Wir verweisen dabei auf unser Längenprofil, in welches die 
Maximalhöhe. unserer Schutzbauten roth, die Krone der Hochdämme 
durch eine schwarz punktirte und die der Ho<hwuhre durch 
eine schwar* gestrichene und schattirte Linie erkenntlich gemacht 
ist. Da wir bis vor einem Jahre möglichst mit den gegenüberlie- 
genden schweizerischen Hochwuhren das Gleichgewicht einzuhalten uns 
bestrebten , jo kam es dann auch, daß wir vom Jahr 1876 ab bis 
heute noch weitere 13,983 fl. auf Dammerhöhungen verwenden muß- 
ten. Diese Auslagen wurden ebenfalls von der Landeskasse getragen. 
Es beziffert sich nun die seit 1868 für Dämme verwendete Ge- 
sammtsumme auf 148,041 fl.
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.