Volltext: Festrede gehalten in der Pfarrkirche zu Eschen bei Anlass der zweihundertjährigen Gedenk-Feier des Anschlusses der Herrschaft Schellenberg an das durchlauchtigste Fürstenhaus Liechtenstein

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Unter diesen Gebirgsspiken zeichnen sich besonders durch 
Fernsicht aus: Der Gallinakopf, der Schönberg, Amerlug und 
die drei Schwestern. Am leichtesten zu besteigen ist: Amerlug, 
von Planken oder von Frastanz aus. 
Die Hauptmasse der liechtensteinischen Gebirge besteht 
aus Kalk oder Kreideformation. Unter dem Kalkgestein zeichnet 
sich der Hauptdolomit als Ursprungsstätte unserer Rüfen oder 
Rüfinen aus. Er ist dem Pflanzenwuchs sehr ungünstig und 
die aus ihm gebildeten Berge stechen besonders durch ihre 
Dede und Unfruchtbarkeit hervor. Seine Brüchigkeit gibt 
Veranlassung zu zahlreichen Geröllschutthalden, welche bei an- 
haltenden oder heftig eintretenden Regengüssen das- Material 
zu den verheerenden Rüfinen abgeben. 
Tie für unser Land bedeutendsten Rüfinen befinden sich 
diesseit3 ves Alpengebietes im westlichen Gehänge des Gebirgs- 
zuges und'Vind die erwähnenswerthesten davon: Zwischen : 
Balzers und Triesen die Lavena- und Badtobler Rüfe, zwischen 
Triesen und Baduz d.? Spania- oder Erblerüfe, zwischen 
Vaduz u*9 Schaan die Rappensteiner - und Tidrüfe, bei 
Schaan die Gamanderzzund Forst--bei Nendeln die Nendler 
und vor Schaanwald die Maurer Rüfe. 
Die Flüsse des Landes sind bald gezählt; wenn der 
Nhein nict wäre, würden sie keiner Erwähnung verdienen. 
Dieser =- der Rhein =- fließt hier in gerader Richtung von 
Süden gegen Norden; er entspringt im Kanton Graubünden 
aus 3 Quellen, welche den Vorder -, Mittel - und Hinterrhein 
bilden. 
Der erste entspringt am Badus, der zweite am Lukmanier ; 
beide vereinigen sich bei Disentis und nehmen im weitern. 
Verlaufe bei Reichenau den vom Rheiwaldgletscher oder Vogels-
	        

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