Volltext: Festrede gehalten in der Pfarrkirche zu Eschen bei Anlass der zweihundertjährigen Gedenk-Feier des Anschlusses der Herrschaft Schellenberg an das durchlauchtigste Fürstenhaus Liechtenstein

Halbw->3 Schaan und Vaduz in der wilden Rappen- 
steiner Schlucht steht ho< auf einem Felsen eine zerfallene 
Burgruine Schalun, vom Volke das „wilde Shlos“ genännt. 
Man weiß wenig von ihr und ihren einstigen Besitzern ; sie 
muß schon Jahrhunderte lang gebrochen jein. 
Sdhaan, 
großes ansehnliches Dorf und alte Pfarre, etwa eine kleine 
Wegstunde von Vaduz entfernt, mit 1066 Cinwohnern und 
einem Tlächen-Jnhalt von 7,113807 Quadratklafter, wovon 
2,880709 Quadratflafter auf sein Alpeno-biet entfallen. 
Schaan hat eine Eisenbahnstation, ein Post- und Telegrafen- 
bureau und eine gedeckte Brücke über den Rhein, nebst der 
Eisenbahnbrü>e und einem Zollamt dabei. 
Etwa eine Viertelstunde oberhalb Schaan liegt ganz 
idyllisch das Kirchlein Tux, eine beliebte Andachtsstation der 
Schaaner, Laduzer und Plankner Bevölkerun?.“, 
Einen Büchsenschuß unterhal» Dux befindet sich das 
ganz neu errichtete schöne Armenhaus der Gemeinde Schaan. 
Etwa3 weiter unten kommt man zur Pfarrkirche, dem heil. 
Laurentius geweiht.**) 
Fürstenhaus. Von da an wurde es von der herrschaftlichen oder regie- 
renden Familie niht mehr bewohnt und geriet daher immer mehr und 
mehr in Verfall. Zu dem Sclosse und hinter demselben gelegen gehört 
no<h das Jäger- oder Försterhaus. 
*) T es Ausficht von hier aus ist reizend. Auf Dux hatten die 
Oesterreicher im Jahre 1796 ein Lager geschla2en. 
** Patron und Collator der Pfründe it das Churer Domkapitel, 
daher der jeweilige Pfarrer auch meistens ein Kanonikus itt. Die Pfarre 
war früher bei €. Peter und kam ert um's Jabr 1400 herum nach 
St. Lorenzen. Die St. Peter's Kapelle wurde neu g-baut, nadem sie 
1849 mit den umliegenden Häusern ein Raub der Flammen geworden 
war. Beim Aufräumen des Schuttes stieß man auf gewaltig starke und 
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