Volltext: Geschichte des Bistums Chur

Vorarbeiten. 
Die speziellen Vorarbeiten für eine Geschichte der Bischöfe von 
Chur und der Diözese sind bis zum Ende des 18. Jahrhunderts 
ziemlich gering. 
Aus dem Mittelalter besigen wir nur ein Verzeichnis der 
Bischöfe mit wenigen historischen Notizen. Es befindet sich in einem 
Urbar des bischöflichen Archivs (Liber de foedis) aus dem Ende 
des 14. Jahrhunderts. Die Chronik des Klosters Marienberg von 
Gos8win enthält dasselbe ebenfalls (abgedruckt in der AuSsgabe von 
P. Basilius Schwißer, S. 81 ff.). Die Aufzählung erweist sich als 
zuverlässig, ist aber nicht vollständig, da eine Reihe von Bischöfen 
fehlen, welche durch Monumente vder Urkunden nachgewiesen sind, 
2. B. Valentinian, Viktor 1. u. j. w. 
Im 16. Jahrhundert wandten mehrere Historifer der Geschichte 
der Bischöfe von Chur ihre Aufmerksamkeit zu. 
Kaspar Brusch (+ 1559), ein stets wandernder Geschichts- 
forscher und Pvet, kam auch nach Graubünden. In seinem unvoll- 
endeten Werke: «Magni operis de omnibus Germanixg epPpiS- 
copatibus Epitomes» (1549), gibt er im ersten und einzigen Bändchen 
(pag. 22-32) auch die Reihenfolge der Bischöfe von Chur mit 
historischen Notizen. 
Aegydius Tschudi (Ff 1572) bietet in seiner Gallia comata 
(„Hauptschlüssel zu verschiedenen Altertumen“) S. 315 ff. ebenfalls 
ein Verzeichnis der Bischöfe von Chur. Er legt von Ulrich 1. an 
(+ 1024) den Bischöfen Geschlechtsnamen bei, teilweise nach willkür- 
lichen Vermutungen, während der alte Katalog erst von Bischof 
Arnold (F 1221) an solche angibt. Auch zählt er weitere Bischöfe auf. 
Seine Angaben erweisen sich auch hier vielfach als nicht zuver- 
lässig. 
Umfangreich ist die Arbeit des Grafen Wilhelm Wernher 
von Zimmern (f 1575) über unsere Bischöfe. *) Er schrieb Chroniken 
1) Graf W. W. von Zimmern hinterließ eine Reihe von historischen 
Arbeiten, deren Handschriften in den Bibliotheken von Stuttgart, Donau- 
eschingen, Aulendorf, Weimar und Karlöruhe sich noh vorfinden. Er hatte 
auch Anteil an der Abfassung der Zimmerschen Chronik. K. A. Barack, 
Zimmersche Chronik. Freiburg und Tübingen 1882. 4 Bände. Ueber den 
Grafen W. W. von Z-. siehe Bd. IV, S. 324 ff.
	        

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