Volltext: Geschichte des Bistums Chur

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Ich habe keine Mühe gescheut, alle mix zugänglichen gedruckten 
und ungedruckten Quellen zu benüßen. Vor allem kam das bischöf- 
liche Archiv in Betracht, welches reichhaltiges Material bietet, und 
dessen Urkunden bis auf Karl d. Gr. zurückreichen. Zu bedauern ist, 
daß die Bibliothek des Bischofs und des Domkapitels mit ihren 
Manuskripten seiner Zeit durch Feuerbrunst zerstört wurden. 
Im Winter 1885-86 benüßte ich in ausgedehnter Weise das 
vatifanische Archiv in Rom, später verschiedene schweizerische Archive, 
sodann ganz besonders das Statthaltereiarchiv in InnsSbruck. Für 
den zweiten Band werden auch die Archive in Wien und Mailand 
in Betracht kommen. 
Die Geschichte des Bistums reiht sich <ronologisch an die 
Reihenfolge der Bischöfe an. Jedem Abschnitte geht eine kurze 
Orientierung, besonders über die politischen Verhältnisse voraus und 
am Schlusse folgt jeweilen eine Darstellung der allgemeine Zustände 
in der Dibzese. 
Wie bei meinen früheren Arbeiten war es mir auch bei diesem 
Werke um die Wahrheit, die volle Wahrheit zu tun. Auch Ungün- 
stiges soll weder verschwiegen, noch verdeckt werden. Es handelt sich 
nicht darum, auf jeden Bischof einen Panegyrikus zu schreiben, jon- 
dern um wahrheitsgemäße Schilderung und objektive Beurteilung. 
Die Darstellung mußte sich nach den Quellen richten. Diese 
betreffen aber bis in die neuere Zeit zum größeren Teile weltliche 
Herrschaftsrechte, Besigzungen und politische Verhältnisse. Ueber die 
Tätigkeit mancher Bischöfe auf kir<lichem Gebiete, besonders im 
Mittelalter, haben wir teils gar keine, teils wenige Nachrichten. So 
ist es manchmal unmöglich, ein vollständiges Bild ihrer Wirksamkeit 
zu entwerfen. | 
Legenden und Sagen habe ich als solche angeführt und, soweit 
es möglich war, den Kern derselben zu finden gesucht. 
Zwei Karten werden über den früheren und jetzigen Umfang 
ver Divzese orientieren. Zahlreiche Abbildungen sollen die hauptsäch- 
lichsten Orte und historischen Denkmäler vor Augen führen. 
Chur, am Feste des hl. Georg 1907 
Der Verfasser.
	        

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