Volltext: Geschichte des Bistums Chur

Von Bischof Siegfried v. Gelnhausen bi3 Heinrich Vl. v. Höwen. 471 
der hohen Gerichtsbarfeit im Engadin, Besezung de8 Schlosses Ta- 
rasp, Waldungen usw. Am 21. Juli 1464 einigten sich Herzog 
Sigmund und Bischof Ortlieb auf ein Schied3gericht unter dem 
Vorsize des Grafen Nikolaus von Zollern. ?) 
Den Sciedsspruch 
kennen wir nicht, allein 
sicher ist, daß die An- 
stände mit dem Bischofe 
beigelegt wurden. Es 
handelte sich in Zukunft 
nur noch um Streitig- 
feiten zwischen dem 
Herzog und den Enga- 
dinern. In denselben 
wurde Bischof Ortlieb 
am 1. Februar 1465 
als Obmann eines8 
Schied8gerichtes be- 
zeichnet und er bemühte 
sich, durch ein solches 
den Frieden zu vermit- 
teln. Unterdessen aber 
war die Fehde zwischen 
Desterreich und den En- 
gadinern ausgebrochen 
und es fam zu gegen- 
jeitigen Gewalttätigkei- 
feiten. Graf Georg v. 
Sargans zog ebenfalls 
ins Engadin und be- EE 
teiligte fich zu Gunsten Alte Pfarrkirche in Ems. 
der Engadiner am Kam- 
pfe. Im Mai 1465 kam es zu einem Waffenstillstande, und am 
1. Juli gl. I. fällte Bischof Ortlieb den Schiedsspruch bezüglich der 
Feste Tarasp, welche dem Herzog zugesprochen wurde. Am 27. Mai 
1467 fam sodann auf Vermittlung des Bischofs, des Domkapitels 
und der Stadt Chur der Vertrag von Schluderns zustande, durch 
welchen die Anstände einstweilen ihr Ende fanden. Kurz vorher 
') Fx. Zeklinäl. c.N. 1.
	        

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