Volltext: Die Gründung des Fürstenthums Liechtenstein

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gegeben, und Sie in die Ehr und würde unserer und unserer 
Nachkomen am heyl: Reich Römischer Kayser, Kayserl : Pfaltz- 
und Hofgrafen, zu Latein Comites Palatini genanzt, erhöhet, 
gewürdigt uud gesetzt, und Se zu der Schaar, Gesellschaft und 
Gemeinschaft anderer Comitum Palatinorum zu geeignet, erhöhen, 
würdigen und segen Se. Liebden in die Ehre und würde zu 
eignen gleichen gesellen und zufügen Sie in die Schaar und Ge- 
sellschaft anderer Comitum Palatinorum alles von Röm. : Kayl: 
macht, vollfomenheit, hiemit wissentlich in Kraft dieses Briefs, 
und mainen seen und wollen, daß nun hinführo mehrgedachtes 
Fürstens von Liechtensteins Liebden, dero Erben und Nachkommen 
all und jede Privilegia, Gnaden, Freyheiten, Ehren, würden, 
Vortheil-, Recht- und gerechtigkeit haben, sich deren freuen, ge- 
brauchen und geniessen sollen und mögen, von Recht oder Ge- 
wohnheit von allermänniglich unverhindert. 
Wir geben auch Sr Liebden hiemit unsere vollkomene 
macht und gewaldt, daß Sie an unser statt und in unserem 
Nahmen die Persohnen, so Sie darzu tauglich und geschicht 
achten [: welches Wir dero Gewissen heimb gestellt haben wollen:] 
zu Notarien, öffentlichen Schreibern und Richtern creiren und 
machen jollen und mögen, also daß dieselben offene gemeine 
Schreiber, notarien und Richter durch das gane Röm: Reich 
und unsere ErbKönigreiche, Fürstenthumb und Lande für solche 
gehalten und aller und Jeglicher Privilegien, Freyheiten, gnaden, 
Ehren und Vortheilen, auch Ihres Ambts allenthalben und in 
allen gerichtlichen und anderen Handlungen, contraeten und 
testamenten, lezten willen und allen andern Sachen und ge- 
schäften, Ihr ambt berührendt, gebrauchen, treiben und nießen 
sollen und mögen, als andere gemeine öffentliche Schreiber, publiei 
Xotarii genannt, und Richter von unseren Vorfahren am Reiche 
oder unsere Kayserl. gewaldt gemacht und creirt, solches alles 
haben, gebrauchen, genießen und üben von Recht oder Gewohn- 
heit, doch soll gemeltes Fürsts von Liechtenstein Liebden von 
solchen notarien, j9v Sie Jederzeit ereiren und machen werden, 
an unser und unserer Nachkommen am Reich statt, und in der- 
selben und unserem, auch des heyl : Reichs Nahmen gebührlich 
Gelübd und Ayd nehmen, als sich dann solch Gelübd und Aydt 
von solchen ämbter weegen zu thun gebühret, getreülich, ohne 
alle Gefährde. Sie sollen und mögen auch Manns- und Frauen 
Persohnen, Edl und unedl [: allein Fürsten, Grafen und Frey- 
herren ausgenohmen:] jung oder alt, die außerhalb der Heyl: 
Ehe gebohren seyndt, wie die Nahmen haben, legitimiren und
	        

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