Volltext: Darstellung der souverainen Fürsten von und zu Liechtenstein

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holen. Sein herrlicher Einzug in Wien mit der königlichen 
Braut , welcher an Pracht wieder Alles überstrahlte, ist noch 
heute nicht in Vergessenheit gekommen. Nun wollte Maria 
Theresia den Fürsten, der an Verdiensten , Auszeichnung 
und Ehre keinen zweiten in Europa seinesgleichen hatte , 
durch eine seltene Auszeichnung ehren, und da zu der Zeit 
no<h alle Fürsten nur den Titel: „fürstliche Gnaden“ 
führten , s9 verlieh sie ihm und seinen Nachkom- 
men und Nachfolgern durch Diplom von 3. Juni 1760 
das Ehrenbeiwort: Celsiss1imus, wobei zugleich auch wegen 
dieser Auszeichnung an alle Hofstellen eigene PFokrete-ab- 
gesendet wurden. Überaus zart und sinnig ist dieses Ehren- 
beiwort 3 denn selbst Ovid bedient sich des Ausdru>es: „ho« 
nore celsus,“ -- an Ehre erhoben, um damit einen be- 
sonders hochgeehrten Mann zu bezeichnen. =- Seine Dank- 
barkeit grub der Fürst in die zwei metallenen Denkmale, 
die er in demselben Jahre (1760) für Kaiser Franz 1, 
und Maria Theresia im Zeughause zu Wien aufstellte, 
Dagegen seßte das hohe Kaiserpaar ihm auch sein Brust- 
bild von Metall in dasselbe Zeughaus, mit nachstehender 
Inschrift, die das wohlverdiente Zeugniß enthält, daß er 
gleich erfahren in den Künsten des Krieges und des Frie- 
dens, ein Muster der Vaterlandsliebe , und der Wiederher- 
steller der Artillerie gewesen sei.
	        

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