Volltext: Urkunden der vier vorarlbergischen Herrschaften und der Grafen von Montfort

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7. och, öch, öch und ouch, das jetzige auch; bom und 
plur. böm in ””XIV, S. 94; dann böm oder boum und XLVI 
bongart, Mr. ‚XLV im plur. böngarten; köfen oder koufen, 
kaufen u. so. andere. 
%. Nas lange @, welches sich später in au dehnte, findet 
sich z. B. in hüs, müren (mauern), sümen, wie auch XXXHI, 
S. 87 saumen und in vielen andern Wörtern, Von & oder wo, 
das im Umlaute in üe sich bildet, lieset man z,'B. güt oder 
guot, plur. güeter, in diesen Urkunden gewöhnlich güter; in 
Nr. YYYVIII heisst es an güten und gwWtern, dann XLIL allen 
den die dü (diu) güt vnn güter inne habint; dafür in LXV üf 
hab und gütern. 
9. Schon in der Anmerkung d) zu Nr. XXIX habe ich kurz 
angedeutet, dass statt der mittelhochdeutschen Ausgangssylbe 
iu, wie sie bei den Beiwörtern, einigen Zahl- und Fürwörtern 
im nom. sing. fem., dann im nom. und accus, plur. neutr. lautet, 
sich in diesen Urkunden häufig ü, u, ü und % zu lesen ist, so 
z. B. in der Lindauer Urkunde vom X 1275 Nr. YVXXVIL im 
nom. sing. fem.: dü ain frow, dü ander frow, elich@‘ frow, 
statt diu ein vrowe, diw ander vrowe (auch kann man div einiu, 
diu anderiu vrowe sagen) Clichiw vrowe; im acc. sing. müsste 
es „die eliche vrowe” und im nom, und acc. plur. fem. die elichen 
vrowen heissen; ferner d@ hüb YXIV, S, 93 und 94 dü wis 
für diw wise, d. i. die Wiese, daselbst auch d@ lange wis neben 
die grozz wis; die (acc, plur. nämlich /iute und güeter) unser 
genädigü herrschaft inne hät statt die unser genädigiwh. etc. im 
J. 1393 Nr. L. Als Beispiele vom nom. und acc. plur. neutr. 
mögen dienen: andr@ stuk statt andriw stücke, unsr@ land statt 
unserix lant XLI; dü@ vorgenantv güt vnd lüt statt diw vorge- 
nantix güt vnd liute XXXIV, S. 14, wir heinken aignw insigel 
statt wir henken eireniw insigel Nr. VYXVIL und vnsrü@, d. i, 
vnseriw insigel Nr. L; ir@ (iriw) eigen ingesigel Nr. XLI. Die 
wechselnden Schreibweisen drü-, drew-, dreu-, druzehenhundert 
mit dem neutr. plur. iär verbunden, muss, wie am Ende der 
Lindauer Urkunde vom 4. 1375 Nr. XYXVIIL, schreibrichtig driu- 
zehenhundert heissen; allen den die dü (diw im acc.) güt un 
güter inne habent Nr. XLIL MHieher gehört auch die in der 
Feldkircher Urkunde vom J. 1379 Nr. XL vorkommende Form
	        

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