Volltext: Urkunden der vier vorarlbergischen Herrschaften und der Grafen von Montfort

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Farmbach trat um 1060 Eckbert I. desselben Stammes auf. ı) 
Obgenannter Adalbert. (auch Adalbero?) Markgraf findet sich 
näch 1043 in dieser Gegend, ist ein Babenberger und nicht zu 
verwechseln mit dem 1035 entsetzten Adalbero (von Eppenstein) 
in Kärnthen. 
$. 7. Nach den verheerenden KEinfällen und Durchzügen 
der Ungarn war da herum viel Land verödet. Die Kirche über- 
nahm es zunächst selbes wieder anzubauen. So hatte Bischof 
Wolfgang von Regensburg zwischen der Ips und Erlaf unter 
K. Otto i/. für seine Kirche weite Strecken erworben und im 
raschen Fortschritte wieder colonisirt. Dieser Gang der Cul- 
tur lag eben sowohl im Interesse des Reiches als‘ seiner ein- 
zelnen Stände und diese versäumten nicht zum Schirme und 
zur Wahrung dieser Erwerbungen °) ihre Stamm- und Seiten- 
verwandten heran zu ziehen, 
$. 8. Kirchengut und Kirchenlehen für Waf- 
fendienst war damals das zweite Lebensprincip des Adels. 
Helmbrecht (ein Abensberg?) und Udalschalk (davon 
verschieden der Comes Udelschalcus nominatissimus etc.) hies- 
sen die beiden Oberadvocaten , welche dem Bischof Gottschalk 
bei seinen Güterverhandlungen zur Seite standen, und ein Udal- 
schalk, Graf Udalschalk, erscheint da fast jedes. Mal auch an 
Spitze der Zeugen. Er hatte selbst Kirchenlehen z. B. um 
Hilgertshausen (ad Helidgereshusin) im Landgerichte Aich- 
ach ‚und gab unter anderm dem Bischofe dort Gartelsried 
(Gartherisriot) und erhielt dafür Satanasinga (Sandsbach oder 
Sandizell ?) *> Graf Udalschalk könnte wohl auch an der Url 
betheiligt worden sein. 
$. £. Zur Zeit des Bischofes Altmann von Passau und 
des. Markgrafen Otackar von Steyr 1088 u. s. f. begegnet uns 
in Oesterreich ein Hartuuicus de Hagenowe in den Reihen des 
höhern. Adels *) z. B. zu Lorch: Fridericus comes de Peiln- 
1) Das dürfte doch so bestimmt erwiesen nicht sein, St. 
?) Zu diesem Ende baute der heil. Wolfgang auch Wieselburg an der Er- 
laf (Buchner, Geschichte von Bayern HI. 107) und Bischof Gottschalk 
die Veste Gleuz. 
3) Hist. Frising. II. 471 — 486 , insbesondere 481 N. MOCXXXIX, 
+) Mon. Bboie. XXIX: IL. 46, 
DE
	        

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