Volltext: Vorarlberg und Liechtenstein

Der hintere Bregenzerwald. 
veranstalteten, wo die bayerischen 
Beamten indessen bereits vor ihnen 
geflohen waren. Der unüberlegte 
Streich, der fruchtlos verlief, kostete 
den Wald 40,000 Gulden. 
Von Bezau, wo vorläufig die 
Lokomotive der Bregenzerwald- 
bahn Halt macht, geht die Tal- 
strasse über den Weiler Ellenbogen, 
in dessen Bergspalte man einen 
Wasserfall über eine Felswand 
niederflattern sieht, durch den 
romantischen Engpass der Klause 
tiefer in den Hintergrund des Bre- 
genzerwaldes. Fussgänger wählen 
HE elam aha“ aber gern den kürzenden Weg über 
die Schnepfegg, einen der Bezegg 
ähnlichen, aussichtsprächtigen Gebirgsübergang, der bei dem Dörfchen 
Schnepfau wieder in die Talstrasse mündet. 
Wir schauen dabei in eine seitliche Bucht des Achtales, in 
der reizend versteckt das Dorf Bizau liegt, die Heimat des im 
Januar 1904 verstorbenen bregenzerwälderisch mundartlichen Dichters 
Gebhard Wölfle, der, von Beruf Bauer und geschickter Mechaniker, 
ein echt poetisches Talent der Volksdarstellung besass und als 
origineller Denker im Gedächtnis seiner Gegend fortleben wird. 
Von Bezau oder Bizau besucht man den schon bei Hittisau 
erwähnten, viehbelebten Weidegrund von Schönebach. Er liegt an den 
Quellen der Subersach und am Fuss des Hoch Ifen, dessen 2231 Meter 
hohes Felsenkrönchen Aussicht auf die Algäuer- und Lechtaleralpen, 
Tauern, Ötztaler und Bündneralpen und auf die Silberfläche des 
Bodensees gewährt. Die bergumschlossene Alpenidylle mit Wirts- 
haus und Hütte, ist einer der wildreichsten Birschbezirke Vorarl- 
bergs und wird zur Zeit der Auerhahnjagd im Lenz und der Gemsen-, 
Reh- und Hirschbirsche im Herbst von glänzenden Jagdgesellschaften 
durchstreift. 
An der Talstrasse liegt eine Stunde von Bezau an der Mündung 
des Mellenbachs in schöner Talweitung das Dorf Mellau, auf das von 
ringsherum hohe Bergspitzen hereinsehen. Das Dorf ist wegen seiner 
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