Volltext: Vorarlberg und Liechtenstein

Der vordere Bregenzerwald. 
fluh, ein altes Bergsturzgebiet 
am Rand der Subersach- 
schlucht in tiefem Waldes- 
schweigen. Zwei steile, turm- 
hohe, von mächtigem grünen 
Efeu umrankte Felswände, von 
denen die eine überhängt, be- 
herrschen das merkwürdige 
Felsenlabyrinth, das in der 
eben berührten Franzosenzeit 
Bewohnern des Dorfes als 
Schlupfwinkel gedient haben 
soll. Die gewaltigen, kantigen 
Nagelfluhblöcke sind halb be- 
graben unter Moos und Tannen, 
zwischen ihnen hindurch 
wandert sich’s in vielen Krüm- 
mungen bergauf, bergab, Die 
Bregenzerwälder Stickerin, Tannen haben oft die selt- 
samsten Standorte auf den 
Felsen gewählt, sie senken ihre knorrigen Wurzeln, wie Schlangen, 
die Beute suchen, ins Erdreich. Die merkwürdigste Bildung des 
Bergsturzes ist das „Geldloch“, eine tiefe, dunkle Felsenhöhle, in 
deren Grund man mit einem Licht wie in einen Keller hinunter- 
steigt. Um sie geht die Sage von einem beträchtlichen Geldschatz, 
der, in einem Butterfass versteckt, von einem-schwarzen Pudel gehütet 
werden soll. Tief unter der Romantik des Felsenlabyrinths gibt 
die Ach Gelegenheit zu einem Schwimmbad. 
Die Berge und Täler des Vorderwaldes sind ein so reiches 
Ausflugsgebiet, dass der Spaziergänger einen ganzen Sommer lang 
die Pfade verschieden wählen kann. Leichte Bergtouren führen auf 
den Hittisberg, den Hoch Häderich, den mit einer bewirtschafteten 
Schutzhütte ausgestatteten Hochgrat, auf die Felsterrasse des Kojen 
und den gasthausgekrönten Schweizberg. Es winkt anderthalb 
Stunden von Hittisau der forellenreiche Lecknersee, in dem sich die 
Staffeln der Berge spiegeln, es locken das alpenblumenreiche Bolgen- 
ach- und Balderschwangtal in stille, wildreiche Pürschbezirke, in 
denen sich Reh’ und Hirsch belauschen lassen. Weite, doch dank-
	        

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