Volltext: Direkte Demokratie in Liechtenstein

Direkte Demokratie: Chancen und Gefahren 
Tabelle 2: Potenzielle Vorzüge der direkten Demokratie 
  
  
Kriterium Kommentar 
Partizipation Mobilisierung; Identifikation; Legitimation; weniger 
Classe Politique 
Performanz Stabilität; Zufriedenheit; Akzeptanz von Entscheidungen; 
soziale Kohäsion; Ausgabenkontrolle 
  
Sachverstand Politische Diskussionen und Meinungsbildung; 
Deliberation; kompetente Bürger; Rolle der Medien 
  
Identität Kollektive Identität wegen gemeinsamer Themen- 
diskussion; Markenzeichen; Ventilfunktion 
  
Qualität der Gesetzgebung Konkordanzdemokratische Politikstrukturen; ausgewogene 
Entscheidungen 
  
Bremse für Staatstätigkeit Konservative Ausgabenpolitik; geringerer «Unsinns- 
koeffizient»; weniger modische Neuerungen 
  
Quelle: Schmidt 2003, S. 114—116 mit Verweis auf diverse Autoren; Milic et al, 2014, S. 263-378. 
Eigene Ergänzungen und Kommentierungen. 
1.3.1 Vorzüge der direkten Demokratie 
In Tabelle 2 werden die potenziellen Vorzüge der direkten Demokratie, 
wie sie in der umfangreichen Forschungsliteratur aufgezeigt werden, 
aufgelistet und stichwortartig kommentiert.“ 
1.3.2 Gefahren der direkten Demokratie 
Da die Vorzüge der direkten Demokratie aus demokratietheoretischer 
Perspektive auf der Hand liegen, sollen an dieser Stelle etwas ausführli- 
cher die potenziellen Gefahren der direkten Demokratie herausgearbei- 
tet werden. Tatsächlich ist die Beurteilung der direkten Demokratie 
nicht widerspruchsfrei. Schmidt (2003) und andere Autoren (etwa Mer- 
kel 2015, S. 24-41) haben eine Reihe an potenziellen und tatsächlichen 
Nachteilen der direkten Demokratie identifiziert. So kann das Partizipa- 
44 Siehe Schmidt (2003) mit einem Beitrag über die Lehren der Schweizer Referen- 
dumsdemokratie; neuere Publikationen: Linder et al. 2008; Kriesi und Bernhard 
2014; Milic et al. 2014; Beiträge in Kriesi et al. (Hg.) 2013. 
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