Volltext: BR 1954-1979

VORWORT 
Eine der schönsten Tugenden des Menschen ist die Hilfsbereitschaft. 
Sie auszuüben ist in vielen Belangen des Lebens möglich. Solange der 
Mensch mit normalen Empfindungen ausgestattet ist, will er seinem in 
Not geratenen Mitmenschen helfen, insbesonders dann, wenn diesem 
unmittelbare Gefahr droht, wenn es um das Ueberleben oder die Ge- 
sundheit geht. Für den Bergsteiger heisst das, wenn er sich verirrt oder 
wenn er einen Unfall erleidet, darf er mit Recht darauf hoffen, dass ihm 
Hilfe zuteil wird. 
Nach der Gründung der alpinen Vereine begannen diese, den Ret- 
tungsdienst zu organisieren — eigene Bergrettungsgruppen wurden ge- 
bildet — Staat und Gemeinden, welchen die Pflicht insbesondere zur 
Bergung Verunglückter zustehen würde, wälzten sogar ihrerseits solche 
Aufgaben auf die Gruppen Freiwilliger der Bergsteiger-Organisationen 
ab. 
In Liechtenstein hat der LAV seit 1954 als Untergruppe eine eigene 
Rettungsgruppe, die «Bergrettung». Schon vorher gab es «Rettungs- 
stationen». An diesen Plätzen waren Bergunfälle zu melden, Rettungs- 
material war da und an anderen Orten deponiert, z. B. Rettungsschlitten, 
solche aber auch im Gebiet selber. Es galt, nach Eingang einer Meldung, 
Helfer zu finden und diese als Such- oder Rettungsgruppe einzusetzen. 
Die Mitglieder der Bergrettung stellen sich als freiwillige Helfer zur 
Verfügung. Für ihre Aufgabe bereiten sie sich durch körperliches Trai- 
ning vor, ebenso durch den Besuch von Nothelfer- oder Samariterkursen. 
Sie sind mit zweckmässigem Material bestens ausgestattet. Die Zusam- 
menarbeit Staat und Bergrettung (LAV) ist vorzüglich. Falls Hilfe ge- 
braucht wird, organisieren Polizei und/oder Bergrettung diese rasch, 
die Helfer werden an Ort und Stelle beordert und kónnen zweckmássige 
Hilfe leisten. Notfalls fehlt auch die Verbindung zur Rettungsflugwacht 
nicht. Das alles sind Voraussetzungen für den Erfolg einer Rettungs- 
aktion, dass die Hilfe auch Erfolg hat. 
Immer bereit, wenn Not am Mann, ist die Bergrettung. Dass aber 
möglichst wenig Einsätze nötig werden, wünscht die Bergrettung den 
Mitmenschen. 
Xaver Frick 
 
	        

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