Volltext: BR 1954-1979

  
  
    
    
Höhenfeuer und Krone 
zum 15. August 
Das Abbrennen von Feuern ist eine urmenschliche Angelegenheit 
und diente unter anderem als Nachricht, Warnsignal und manchmal 
auch als Mittelpunkt eines Versammlungsortes. Das Brennen von Höhen- 
feuern will für uns in erster Linie Ausdruck der Freude sein, denn die 
Feuer auf unseren Bergspitzen am 15. August sind ein nationales Zei- 
chen unserer Eigenständigkeit. Sie sind auch ein lebendiges Zeichen, 
wo sozusagen liechtensteinischer Boden mitfeiert und sich mitfreut am 
Staatsfeiertag. Es sind dies nicht nur Feuer von uns angezündet, sondern 
unsere Bergspitzen sind zu Lichtträgern und Leuchtern auserkoren. Nur 
wer allein oder zu zweit auf einem Berggipfel an einem verregneten 
15. August auf die Dunkelheit und das Zeichen zum Abbrennen gewar- 
tet hat, wenn stundenlang Nebel kam und wieder verschwand, vielleicht 
10 Minuten vor dem Anzünden die Bergspitze noch im Nebel lag und 
dann doch frei wurde oder eben im Nebel verharrte, hatte Zeit und 
letztlich auch das Gefühl, um über ein solches Feuer nachzudenken. 
Wenn das Feuer im Nebel angezündet werden muss, trägt es die selbe 
Wichtigkeit und Innigkeit, wie wenn es für alle sichtbar wäre. 
Höhenfeuer begeistern Kinder und Erwachsene, die aktiv mitmachen 
und hoffentlich vermögen sie auch in allen Bürgern, die sie von unten 
sehen, Freude und einen Moment der Besinnung wachrufen. 
Das Feuerabbrennen kommt beinahe einer leicht kultischen Hand- 
lung nahe. Fakelumzüge und Höhenfeuer sind viel missbraucht worden 
und mussten viel Schlechtigkeit und Terror verblenden helfen. Dies muss 
sich ein jeder, der diese Feuer anzündet oder ansieht, bewusst sein. 
Die aktive Kronenbrennerei und Höhenfeuer entstanden in den 
schwierigen Dreissigerjahren und überdauerten die Zeit bis nach dem 
Krieg. Während dieser Jahre war das Zeichensetzen ein wichtiger Bei- 
trag und eine grosse innere Freude, eben ein Zeugnis für das freie Liech- 
tenstein. 
Einsatzmannschaft fiir die Hohenfeuer am 15. August >
	        

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