Volltext: BR 1954-1979

   
  
    
ge Verletztenbeförderung. Für den Rettungsmann ist es eine der wich- 
tigsten Voraussetzungen für alle Rettungsunternehmen im schwierigen 
Gelände, dass der Seilgebrauch einwandfrei beherrscht wird. 
Ferner zählen wir noch Steigklemmen, Klemmrolle, Karabinerrolle 
und Abseilachter zur Zusatzausrüstung. 
Seilknoten 
Eine unerlässliche Voraussetzung für eine erfolgreiche und unfall- 
freie Rettungsarbeit im Steilgelände ist die einwandfreie Beherrschung 
aller dafür erforderlichen Seilknoten. Zahlreiche Uebungsabende im Jahr 
hindurch geben die Gewähr hiefür. 
Die wichtigsten Seilknoten: Spierenstich (= auch Seilverlängerungs- 
knoten), Weberknoten, Achterknoten (zum Knüpfen von Schlingen 
und für alle stark beanspruchten Knoten), Mastwurf, Bandschlingen- 
knoten, Klemmknoten (Prusik), Kreuzklemmknoten, Karabinerklemm- 
knoten, Brustgeschirr und Sitzgeschirr. 
Beförderung der Verletzten 
Die Beförderung mit planmässigen Geräten wird vorgenommen im 
Schrofengelände und in Steilflanken. Die Beförderung von Verletzten 
in einem nicht mehr zum Abseilen geeigneten Gelände (Wandfluchten 
mit einer geringeren Neigung als ca. 45 Grad) stellt die Rettungsmann- 
schaft oft vor schwierige Aufgaben. Jene Geländezonen, die zum Ab- 
seilen zu flach und zum Tragen zu steil sind, weisen meist zerrissenes 
und brüchiges Gestein auf und sind oft mit Gras oder haltlosem Schutt 
bedeckt. Diese Beschaffenheit bringt neben grossen Schwierigkeiten 
nicht zu unterschätzende Gefahren mit sich. 
Unter «Beförderung im wegsamen Gelände» sind nicht nur ideale 
Weganlagen zu verstehen, sondern auch jene Art von Steilhängen, gras- 
und felsdurchsetztem Gelände, durch welche — unterbrochen von klei- 
nen Steilabsätzen oder Rinnen — Steiganlagen führen. Auch in die- 
sem Gebiet sind die Schwierigkeiten und Gefahren noch nicht völlig 
ausgeschaltet. Vor allem ist die Beförderung in diesem Gelände meist 
sehr kraft- und zeitraubend, insbesondere dann, wenn die geeigneten 
Transportmittel fehlen. 
Die Bergung und Beförderung von Verletzten im Schrofengelände 
und an Steilhängen wird heute vornehmlich durch den Einsatz von Hub- 
32 
 
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.