Volltext: BR 1954-1979

freie Meldungen. Dies bringt bereits Schwierigkeiten in der Bereitstel- 
lung des mitzuführenden Rettungsmaterials mit sich, da dessen Umfang 
für die Beweglichkeit der Rettungsmannschaft von ausschlaggebender 
Bedeutung ist. Auch wäre es falsch, die Ausrüstung für Einsätze tabel- 
lenartig festzulegen. Allein schon diese Aufgabe wird immer zu den 
schwierigen und verantwortungsvollen Vorarbeiten jedes Einsatzleiters 
und Bergrettungsmannes gehören und kann nur aus den Erfahrungen 
heraus annähernd gelöst werden. Ein Grundsatz der Bergrettung ist hier 
«Gerät und Ausrüstung ist nie zu viel, meistens aber zu wenig». Das 
Fehlen von oft überflüssig erscheinenden Dingen kann ein Unternehmen 
in grosse Gefahr, wenn nicht überhaupt zum Scheitern bringen. In je- 
dem Falle aber bildet die mit grösster Sorgfalt und Ueberlegung ge- 
wählte Ausrüstung der Rettungsmannschaft die Grundlage und Vor- 
aussetzung für eine erfolgreiche Aktion. 
Erste Meldung 
In Liechtenstein trifft die erste Meldung meistens beim Sicherheits- 
korps in Vaduz ein. Die Polizei nimmt sofort mit dem Obmann oder 
dessen Stellvertreter Kontakt auf. Je nach Fall wird entschieden, wie- 
viele Bergrettungsmänner und Männer des Sicherheitskorps für die Ret- 
tung oder Suche herangezogen werden. Die BR-Männer werden über 
Telefon alarmiert (eine Alarmliste liegt bei der Polizei auf). Der alar- 
mierte Rettungsmann nimmt seine wichtigste Bergsteigerausrüstung, 
Schuhwerk und Verpflegung mit sich. 
Sammelstelle der LBR 
Innert kürzester Zeit treffen sich die Rettungsmänner im Material- 
depot, welches hinter dem Regierungsgebäude in Vaduz stationiert ist. 
Vom Obmann oder Einsatzleiter werden die nötigen Instruktionen er- 
teilt, wie Aufteilen der Mannschaft in Einsatzgruppen, Zuweisung der 
Gebiete, in welchen der Einsatz oder die Suchaktion durchgeführt wer- 
den sowie Verteilen des Ausrüstungs- und Rettungsmaterials. Die Mann- 
schaft, mindestens aber jede Gruppe, wird mit einem Sprechfunkgerät 
ausgestattet — Funkkontakt ist vor allem auch mit dem Polizeiquartier 
in Vaduz hergestellt. 
Stationierung von weiterem Rettungsmaterial 
Um der Rettungsmannschaft die Arbeit und den Transport zu er- 
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