Volltext: BR 1954-1979

Die Schulung 
des Bergrettungsmannes 
«Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!» 
Zu diesem Motto wird alljährlich ein Kletterkurs für Anfänger durch- 
geführt. Der Kurs vermittelt den Teilnehmern den Umgang mit dem 
Kletterseil, die wichtigsten Anseilarten und Knoten sowie einen Ein- 
blick in die Klettertechnik. 
Der Kurs dauert 6—8 Abende, denen ca. 3 Abende der Knotenlehre 
und somit der Sicherheit gewidmet sind. Die restlichen Abende werden 
zum Erlernen der Abseiltechnik und der Grundbegriffe der Klettertech- 
nik verwendet. 
Da die Übungsabende hauptsächlich an einer Bruchsteinmauer durch- 
geführt werden, wird zum Abschluss an natürlichem Felsen eine leichte 
Kletterei unternommen. Die Liechtensteinische Bergrettung ist bestrebt, 
jungen Alpinisten vor allem Sicherheit und nicht extremes Bergsteigen 
beizubringen. 
Aus diesem Kurs, der seit Jahren auf grosses Interesse stösst, rekru- 
tiert die Bergrettung den Grossteil ihrer Mitglieder. Das neueingetretene 
Mitglied wird zu dem im Kletterkurs Erlernten zusätzlich mit der Ret- 
tungstechnik betraut. An «Knotenabenden» lernt er die verschiedenen 
Arten der improvisierten Rettung kennen. Zu den eher theoretischen 
Abendübungen werden die Bergrettungsmänner mindestens dreimal im 
Jahr zu Uebungen im Gelände aufgeboten. Hier werden die bekannten 
Rettungsmethoden (Improvisierte- und Stahlseilrettung) praxisbezogen 
trainiert. 
Improvisierte Rettung: 
Unter Improvisation versteht man, dass mit dem Material, das eine 
Seilschaft mitführt, ein Kamerad gerettet werden kann (Kameradenret- 
tung). Für den Rettungsmann ist es wichtig, sich in der Improvisation 
auszukennen. Es ist jederzeit möglich, dass er auf einer Bergtour zu 
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