Volltext: Abschreibungen, Rückstellungen, privilegierte Warenreserven nach liechtensteinischem Recht

Rückstellungen - Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Seite 85 
  
Käfer hält fest: «Die Entscheidung darüber, ob die Wirkungen eines 
nachträglichen Ereignisses in der Bilanz zu berücksichtigen und im 
Einklang damit dem alten statt dem neuen Jahr zu verrechnen sind, 
hängt also von der Beurteilung der am Abschlussstichtag bestehen- 
den Datenkonstellationen und ihrer zukünftigen Auswirkungen ab. 
Es handelt sich jeweils nicht um eine bestimmte Ursache und ihre 
Wirkung, sondern vielmehr um einen ganzen Kreis von zu ver- 
schiedenen Zeiten eintretenden Bedingungen und ein Netz von 
gleichzeitig und sukzessiv wirkenden Ursachen. Diese werden, 
nach dem Stichtag vorwürtsschauender Beurteilung, vermutlich ein 
bestimmtes spáteres Ereignis zur Folge haben, z.B. eine Preiser- 
hóhung oder einen Maschinenbruch.» 
Einem Entscheid des Bundesgerichts"* kann hiezu entnommen wer- 
den: 
«Ein Ereignis gilt als adáquate"" Ursache eines Erfolges, wenn es 
nach dem gewóhnlichen Lauf der Dinge und nach der Erfahrung des 
Lebens geeignet war, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 
herbeizuführen, so dass der Eintritt dieses Erfolges durch jenes 
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 81 II 445 und 83 
II 411, je mit Hinweisen). 
Dabei kommt es auf die allgemeine Eignung der fraglichen 
Ursachen an, Wirkungen der eingetretenen Art herbeizuführen 
(BGE 87 II 127).» 
106 BGE 93II, Seite 29 
107 angemessen 
 
	        

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