Volltext: Abschreibungen, Rückstellungen, privilegierte Warenreserven nach liechtensteinischem Recht

    
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Rückstellungen - Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 
  
2.2.7. 
bei Eventualverpflichtungen zugunsten nahestehender Gesell- 
schaften (Garantien, Patronatserklärungen usw.) muss zunächst für 
die Beteiligung, dann für ein allfälliges Darlehen oder Kontokorrent 
eine Wertberichtigung und erst in letzter Linie auch für die Even- 
tualverpflichtung eine Rückstellung gebildet werden. Allfällige 
Sondervorschriften des ausländischen Rechts sind besonders zu 
beachten; 
für Patronatserklärungen, sofern sie nicht ausweispflichtige 
Eventualverpflichtungen darstellen, sind dann Rückstellungen 
erforderlich, wenn die Gesellschaft aus moralischen Überlegungen 
bereit ist, die Patronatserklärungen zu honorieren. 
Berücksichtigung von Ereignissen nach dem Bilanzstichtag 
a) Allgemeines 
103 
Grundsätzlich sind bei der Bilanzierung die Wertansätze anzuwen- 
den, welche am Abschlussstichtag gelten, denn die Bilanz ist eine 
Stichtagsrechnung. Allerdings sind gewisse Einschränkungen zu 
machen. Nach dem Imparitätsprinzip dürfen Gewinne erst ausge- 
wiesen werden, wenn sie realisiert worden sind; Verluste dagegen 
sind zu buchen, wenn sie verursacht und erkannt werden. Daher 
sind auch Verluste, die erst nach dem Bilanzstichtag, aber vor 
Aufstellung der (definitiven)"* Bilanz erkennbar waren (gleicher 
Ansicht ist Käfer'®) zu berücksichtigen. 
103 die in diesem Unterkapitel aufgeführten Textpassagen wurden dem Revisionshand- 
buch der Schweiz, 1979, Teil 2.2., Seite 176ff, entnommen 
104 Anmerkung des Autors 
105 Käfer Karl, Berücksichtigung nachträglicher Ereignisse in der Bilanz und 
Bewertung von Waren nach Art. 666 Abs. 2 OR in: Festschrift der Schweizerischen 
Treuhand- und Revisionskammer, Zürich 1975, Seite 167ff
	        

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