Volltext: Nach Amerika!

  
versehen, den typischen Symbolen jener Zeit.»'" Georg warb für seine 
Werkstatt. Er fertigte 1850 einen kunstvollen kleinen Grabstein mit 
seinem Namen, den er als Beispiel einem Vertreter mitgab, um poten- 
tielle Kunden über die Qualitát seiner Arbeit zu informieren. Dieses 
Werbemittel heute ist im historischen Museum von Wabash ausge- 
stellt. 
1866, zu der Zeit, als Rettig und Alber ihre Brauerei ausbauten, 
liess sich die Familie von Georg Alber im Norden der Stadt auf dem 
Land nieder. Die Farm lag drei Meilen von der Stadt entfernt. Die 
Steinmetzarbeit dürfte zu dieser Zeit in den Hintergrund getreten und 
nur mehr als Nebenerwerb ausgeübt worden sein, da in der lokalen 
Zeitung von Wabash die Firma J.W. Ply and Co. sich als Nachfolger 
von Georg Alber anpries.'? Nachdem Georg Alber mit einer gebürtigen 
Ply verheiratet war, ist bei dieser Nachfolgefirma ein verwandtschaftli- 
cher Zusammenhang wahrscheinlich. Georg betrieb die Landwirt- 
schaft mit Erfolg, die Farm war 120 Acres (48,5 Hektar) gross. Weiters 
besass Georg mehrere ausgesuchte Grundstücke in Wabash selbst. Bei 
seinem Tod hielt der Nachruf fest, dass Georg Alber «einer der 
bekanntesten alten Herrn des Landes war, wo er den grösseren Teil 
seines Lebens mit der Landarbeit zubrachte.»"* 
Jakob Alber (1821-1891) 
Jakob Balthasar Alber folgte im Februar 1849 seinen Brüdern nach 
Amerika. Im April 1849 landete er in New Orleans, nahm also den 
Weg nicht über New York wie die vor ihm ausgewanderten Verwand- 
ten. Er liess sich in Logansport (Indiana) nieder, etwas entfernt von 
Wabash. Dort lebte auch Christoph Hilti, der im Jahr zuvor mit Philipp 
und Georg Alber ausgewandert und als Bruder der Schwägerin Bar- 
bara mit Alber verwandt war. Jakob verfügte damit über erste An- 
knüpfungspunkte in der Neuen Welt. 
Verheiratet war er in erster Ehe mit Sophia Dirkson. Nach deren 
Ableben heiratete er 1890 in zweiter Ehe Isabella Beckers. Aus erster 
Ehe stammen die zwei Söhne John und der jung verstorbene Philipp, 
aus der zweiten Ehe entstammt eine Tochter namens Maria Rosaline. 
Jakob war Handelsmann und im Textilgeschäft tätig. Er reiste im 
Jahr 1874 zusammen mit seinem Sohn John nach Europa .'* Aufgrund 
dieses Besuchs wurde Jakob im besonderen Mass der Ansprechpart- 
ner sowohl für die Verwandten in Liechtenstein wie auch für seinen in 
Frankreich verbliebenen Bruder Franz Josef und dessen Kinder. Jakob 
übte eine wesentliche Klammerfunktion zwischen den Angehörigen in 
den verschiedenen Ländern aus. 
Der Besuch des «Onkels aus Amerika» förderte vermutlich die Aus- 
wanderungsgedanken von Martin. Die Atlantiküberquerung war kein 
16 Biographische Beiträge 
  
Jakob Alber, Logansport, 
1883. Ihm kam eine 
wesentliche Klammer- 
funktion zwischen 
Liechtenstein, Frankreich 
und Amerika zu 
  
 
	        

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