Volltext: Nach Amerika!

  
war es «zweifelhaft», ob die beiden Familien 
je zurückkehren würden. So beschloss er nach 
    
einer ersten Überprüfung, das Ansuchen der 
beiden nicht als befristete Abwesenheit, son- LÉ s T (e 
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dern «als eine Auswanderung zu behandeln». ~~ ir 
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Getreu den Richtlinien des Auswanderungspa co E Eu. J 
tentes von 1843 richtete Menzinger deshalb an d 
die Gemeinde Balzers die Anfrage, «1. ob die ^ : zt ; 
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Gemeinde gegen eine derlei Absiedlung nicht 
Einspruch mache. 2. Ob die Auswanderer 
wirklich sich schwer mit der Familie durch- feng Jan? £ 
bringen. 3. Welches Vermógen in Baarem E Gym E 2 e 
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angeschlagen diese Leute nach Abschlag der 
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Schulden mitnehmen. 4. Wieviele Kinder sie 
mitnehmen, u. wie alt dieselben seyen».* 
Einige Tage später teilte Franz Josef Bii- 
  
chel, Richter in Balzers, mit, dass die Gemein- o2 À A ès 
de gegen die geplante Auswanderung nichts Lis = 
einzuwenden habe. Das Reinvermögen des or d on : 
Franz Michael Vogt belaufe sich auf 400 Gul- ti fog - 
den, jenes des Josef Anton Nigg auf 450 Gul- 13 Ter TE 
den. Franz Michael Vogt habe überdies ein 
Kind von neun Monaten und Josef Anton Nigg 
deren fünf im Alter von neun Monaten bis 13 
Jahren. Ausserdem würden sich beide «mit 
Zustimmung ihrer Weiber von ihrem Vorhaben 
nicht abwendig machen wollen».”” 
Aufgrund der Vermógenslage war Menzin- 
ger verpflichtet, den Fall der Hofkanzlei in 
Wien zu unterbreiten. «So wie in der benachbarten Schweiz», 13. Mai 1845: 
; Tn ; ; ; ; ; Das Oberamt in Vad 
schrieb er einleitend, «so beginnt sich auch diesseits die Auswande- °° rami in vacuz 
. ,  unterbreitet dem Fürsten 
rungssucht in jenen entfernten Welt Theil zu wandern auf ganze Fami- i; wien das Auswande- 
lien auszudehnen, die ungeachtet ihnen ertheilten Vorstellungen bei rungsgesuch der Balzner 
ihrem Vorhaben beharren». Was den Fall der Familien Nigg und Vogt  Pürger Josef Anton Nigg 
und Franz Michael Vogt 
betreffe, so bezweifle er deren Rückkehr, denn «wenn es ihnen gut 
geht, sie in ein Land, wo sie unzufrieden waren und Mangel an Ver- 
dienst hatten, nicht zurückkehren werden, und wenn es ihnen schlecht 
geht, nicht mehr zurückkehren kónnen wegen Mangel an Reisegeld». 
Deshalb sollten nach Ansicht Menzingers «derlei zeitliche Auswande- 
rungen gleich den wirklichen zu behandeln sein». Er erbat «ehr- 
furchtsvollst um die gnádige Weisung», wie er sich «bei derlei kiinfti- 
gen Füllen, die sich ohne Zweifel ergeben werden, zu benehmen 
habe».?? Fürst Alois II. beschied ihm, solche «Petenten ... als Auswan- 
22 Auswanderung im 19. Jahrhundert 
  
  
 
	        

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