Volltext: Nach Amerika!

Josef Batliner und seine 
Frau Erica (l.) im Gespräch 
mit Fürst Franz Josef II. 
anlässlich des Empfangs für 
die Auslandliechtensteiner 
am 11. August 1976 (Foto: 
Alfons Kieber) 
Ein schwerer Anfang in Brasilien 
Im Januar 1930 wanderte Josef Batliner aus Mauren nach Brasilien 
aus. Er hatte am Staatsgymnasium Feldkirch die Matura gemacht und 
anschliessend an der Hochschule für Welthandel in Wien studiert, in 
Liechtenstein aber trotz seines Abschlusses als Diplomkaufmann keine 
Arbeitsmöglichkeit gefunden. Jung und ungeduldig, beschloss er aus- 
zuwandern - und zwar nicht in die USA, wo bereits drei seiner Ge- 
schwister lebten, sondern nach Brasilien, das ihm ein deutscher Ge- 
scháftsmann als Land der Zukunft anempfohlen hatte. 
Als er in Rio de Janeiro ankam, sprach er kein Wort portugiesisch, 
packte seine Zukunft aber mit grossem Optimismus an. Seine erste 
Anstellung fand er bei einer Schweizer Firma, welche Farben nach 
Brasilien importierte. Schon nach wenigen Monaten aber brach die 
Revolution über das Land herein, und Josef Batliner verlor seine Stelle 
wieder. Auf Anraten seines Chefs begab er sich nach Porto Allegre im 
Süden des Landes, wo er sich bessere Chancen erhoffte als in der revo- 
lutionsgeschüttelten Hauptstadt. Nachdem er dort kurze Zeit als Filial- 
inspektor einer kleinen Bank gearbeitet hatte, beschloss er, sich selb- 
stándig zu machen und ein eigenes Handelsunternehmen zu gründen, 
das anfánglich verschiedene Vertretungen führte und sich spáter auf 
den Import von Edelstahl spezialisierte. Nach dem Zweiten Weltkrieg 
führte er während zwanzig Jahren als Direktor die brasilianische Nie- 
derlassung eines grossen internationalen Stahlkonzerns. 
  
Die Auswanderung nach Südamerika 163 
 
	        

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