Volltext: Nach Amerika!

  
Leo Kindle 
Liechtensteiner Treffen bei 
Otto Falk in Port Alberni 
(British Columbia, Kanada) 
1954; v.l.n.r. 
Theobald Schierscher 
(Longview, Washington, 
USA), Otto Falk, Frieda 
Falk (geb. Sele), Franz 
Kaufmann, Heinrich Nipp 
(Longview) 
verkaufen, als in den siebziger Jahren ein neuer Flughafen gebaut 
wurde. Er zog mit seiner Familie nach Kelowna, ganz im Süden von 
Britisch Kolumbien, und baute sich dort eine neue Existenz auf.??? 
Auch Leo Kindle, der bisher als Farmer und Zimmermann gearbei- 
tet hatte, verliess mit seiner Frau Prince George 1955, nachdem die 
beiden Tóchter erwachsen geworden waren, und lebte bis zu seinem 
Tod in der Nähe von Vancouver an der Pazifikküste.??* 
Kanada-Wanderung nach dem Zweiten Weltkrieg 
Wie schon bei der Auswanderung in die Vereinigten Staaten zu beob- 
achten war, stieg auch die Auswanderung nach Kanada nach dem 
Zweiten Weltkrieg an. Von einer Auswanderungswelle zu sprechen, 
wäre allerdings stark übertrieben; von 1945 bis 1957 emigrierten ins- 
gesamt zwanzig Personen nach Kanada. Dann beschränkte sich die 
Auswanderung nach Kanada auf Einzelfälle. 
Auffallend ist -— auch das eine Parallele zu den USA —, dass bei den 
Auswanderern nun nicht mehr landwirtschaftliche Berufe dominier- 
ten, sondern ein breites Spektrum verschiedenster Tätigkeiten. Die 
Auswanderer wählten auch nur noch in Ausnahmefällen die Prärie- 
provinzen als neue Heimat, sondern zogen in die grossen Agglomera- 
tionen, wo sie ihrer Ausbildung entsprechende Arbeits- und Aufstiegs- 
möglichkeiten fanden. 
Alles in allem fiel aber die Auswanderung nach Kanada im Ver- 
gleich zu jener in die USA viel weniger ins Gewicht: Im 20. Jahrhun- 
dert wanderten nur rund fünfzig Liechtensteinerinnen und Liechten- 
steiner nach Kanada aus, während im gleichen Zeitraum rund 350 Fa- 
395 
milien oder Einzelpersonen in die Vereinigten Staaten emigrierten. 
  
Die Auswanderung nach Kanada 151 
 
	        

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