Volltext: Nach Amerika!

  
Agatha Heeb (1.) und Maria 
Balbina Ohri-Gstóhl 
   
Josef und Peter Jáger aus Mauren, finden sich in den Einbürgerungs- 
registern.^^ Andere, wie die Brüder Andreas, Johann Ferdinand und 
Rochus Batliner aus Mauren, zogen kurz nach ihrer Ankunft nach 
Kansas weiter, wo Johann Ferdinand ein Baugescháft gründete.??^ 
Um die Jahrhundertwende ebbte die Einwanderung von Liechten- 
stein nach Wabash ab. 1901 wanderte Benedikt Haas mit seiner Frau 
Elisabeth, geborene Cavegn, und drei kleinen Kindern nach Amerika 
aus. Der jüngste, Benedikt, war erst ein paar Monate alt und starb 
kurz nach der Ankunft; drei weitere Kinder kamen in Amerika zur 
Welt. Haas arbeitete kurze Zeit in Indianapolis (Indiana) und reiste 
dann mit seiner Familie nach Wabash, wo er zunächst in der Brauerei, 
später bei der Eisenbahn und in einer Giesserei arbeitete. 
1921 kam schliesslich als letzter Liechtensteiner Josef Sele aus 
Triesenberg. Er lebte einige Zeit bei Benedikt Haas, bis er Arbeit auf 
einer Farm in Urbana (Illinois) fand. Spáter verdiente er sein Brot als 
Dachdecker in Chicago und kam 1927 nach Wabash zurück, um die 
jüngste Tochter der Familie Haas, Erna, zu heiraten. Das Paar lebte 
zunächst in Chicago, zog aber infolge der Depression 1932 nach 
Wabash. Sele wurde 1962 durch einen Unfall arbeitsunfáhig und starb 
am 20. Mai 1975.?? 
Eine Ruggeller Kolonie in Nebraska 
Ähnlich wie in Indiana kam es auch im Nordosten von Nebraska zu 
einer Konzentration von Liechtensteiner Einwanderern; sie stammten 
aus Ruggell. Die Kolonie wurde von Johann Heeb begründet, der 1860 
ausgewandert war und sich zunächst in Allentown (Pennsylvania) nie- 
dergelassen hatte. Er war in Begleitung seiner Braut Elisabeth 
Kühne gereist, die er in Amerika heiratete und die ihm sieben 
Söhne schenkte. Ende der siebziger Jahre schloss sich die 
Familie dem allgemeinen Zug nach Westen an und gelangte so 
nach Nebraska, wo sie sich 1878 in O'Neill niederliess. 
Johann und Elisabeth Heeb weilten bereits 29 Jahre in 
398 
Amerika, als sich 1889 Ludwig Heeb, ein weiterer Ruggeller 
Auswanderer, in ihrer Nähe ansiedelte. Er kaufte Land in 
Atkinson, baute ein Haus und kehrte schon im folgenden Jahr 
nach Liechtenstein zurück, um seinen 63jährigen Vater und 
seine 62jährige Mutter nach Amerika zu holen. Im gleichen 
Jahr stiessen auch seine Schwester Agatha, ein Jahr später 
der Bruder William zur Familie. Der Vater verstarb 1903, die 
Mutter 1908. 1910 reiste Ludwig Heeb - er war mittlerweile 
43 Jahre alt — erneut nach Liechtenstein, heiratete dort Adeli- 
na Meier aus Mauren und brachte sie zusammen mit ihrem 
Bruder Jakob nach Atkinson. Der Start des Ehepaars war 
Liechtensteiner in Amerika 109 
 
	        

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