Volltext: "Götter wandelten einst..."

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Jacob Jordaens (1593—1678) 
Merkur, Argus und Io 
(ca. 1648—50) 
Leinwand; 116x 196,4 cm 
Inv. Nr. G 135 
Erworben: 1997 durch Fürst 
Hans Adam II. 
  
Syrinx formulierend — einen letzten, vergewissernden Blick auf den vom 
Sonnenlicht erfaßten, ahnungslosen Wächter. Merkur greift zum Schwert, 
das er zu seiner Linken versteckt hielt und mit dem er Argus enthaupten 
wird. 
29 Merkur, Argus und Io 
Chronologisch betrachtet ist Jacob Jordaens’ Gemälde mit Merkur, 
Argus und Io zwischen den beiden zuvor aufgeführten Werken von Abra- 
ham Bloemaert (siehe Nr. 27) und Adriaen van de Velde (siehe Nr. 28) ein- 
zuordnen. Inhaltlich gesehen steht es jedoch hinter ihnen, denn die Ereig- 
nisfolge schreitet noch einmal voran und wird von Jordaens gerade in jenem 
spannungsvollen Augenblick festgehalten, da Merkur zum tödlichen Streich 
mit dem Sichelschwert gegen Argus ausholt. Von gänzlich anderer Statur sind 
die Figuren des Flamen im Vergleich zu jenen der beiden Holländer. Sie sind 
lebensnah und fleischlich. Sie wirken erdgebunden und der Schwerkraft un- 
terworfen — auch Merkur, der geflügelte Gott.! Sein Kórper ist stark, mus- 
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