Volltext: 75 Jahre Liechtensteinische Kraftwerke

  
  
  
gabe solcher Abfälle nimmt innert einiger Jahre stark ab. 
Mit dem Bau eines Endlagers für hochaktive Abfälle muss 
im Fall einer Lösung im Inland nicht vor 2040 begonnen 
werden. Die technische Machbarkeit der Endlagerung von 
hochaktiven Abfällen in geeigneten geologischen Forma- 
tionen ist in der Schweiz und in anderen Ländern nachge- 
wiesen. Ein geeigneter Standort mit der nötigen Mächtig- 
keit des Gesteins ist allerdings in der Schweiz noch zu eva- 
luieren, und das vom Bund vorgeschriebene Projekt «Ge 
wühr» ist in dieser Hinsicht zügig abzuschliessen. — Für die 
Endlagerung von schwach- und mittelaktiven Abfällen ist 
ein voraussichtlich geeigneter Standort in der Innerschweiz 
bezeichnet. Das zugrunde liegende Projekt Wellenberg 
bedarf noch weiterer Untersuchungen sowie der dazu nó 
tigen Bewilligungen. Mit der Verwirklichung des Zentralen 
Zwischenlagers in Würenlingen bis zum Jahr 2000 ver 
schaffen sich die Kernkraftwerkbetreiber den nótigen 
Handlungsspielraum, um die Zeit bis zur Beschickung von 
Endlagern zu überbrücken. 
Marktôffnung ist angesagt 
Flache Konjunktur 
Anfang der 90er Jahre begannen zunächst Stromerzeuger 
in den Vereinigten Staaten sich mit den Folgen des einset- 
zenden Konjunkturrückgangs auseinanderzusetzen. Offent- 
liche Tarifkommissionen verlangten jeweils mit Nachdruck 
den Nachweis, dass für die langfristige Bedarfsdeckung 
móglichst kostengünstige. Stromerzeugungsanlagen ge 
wáhlt würden. Die Sorge der Deckung des bis anhin wach 
senden Bedarfs wurde verdrängt durch die Sorge, die 
Stromgestehungskosten in den Griff zu bekommen. 
Die Elektrizitätswirtschaft musste in mehreren Gebieten sich 
ändernde Faktoren zur Kenntnis nehmen. So stiegen Kosten 
für Betrieb und Instandhaltung in gewissen Regionen jähr- 
lich um 10 bis 15 Prozent. Für Nachrüstungen mussten in 
einigen Ländern überraschend hohe Investitionen getätigt 
werden. Die aufgrund der Kostenerhöhung nötigen Strom- 
preiserhöhungen liessen sich nicht überall durchsetzen. Die 
Reservenbildung fiel manchen Elektrizitätswerken immer 
schwerer, und teilweise mussten Rückstellungen aufgelöst 
werden. Die generell zu beobachtenden Preissenkungen 
für fossile Brennstoffe und gute Erfahrungen mit gasbefeu- 
erten Kombikraftwerken. verschärften die Konkurrenzsitua- 
tion für die Kernkraft. 
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