Volltext: 75 Jahre Liechtensteinische Kraftwerke

weisen sind. Dies gilt insbesondere für die Verpflichtung zur 
Bildung einer Schweizerischen Netzgesellschaft, welche 
eine zeitgerechte Marktöffnung behindert, statt fördert. 
Wesentlich weniger weitgehende Massnahmen erreichen 
den angestrebten Zweck besser. Mit dem Instrument der 
Koordinationsstelle fir den Netzzugang> schlágt die 
Branche eine nicht diskriminierende und marktfórdemde 
Durchleitungsregelung vor. 
Mit der Marktôffnung ist die Vorrangstellung für erneuerba- 
re Energien während der Übergangszeit nicht vereinbar. 
Diese Form der Priorisierung durch Eingriffe der Netzbetrei- 
ber verletzt Eigentumsrechte und ist nicht praktikabel. Zu- 
dem könnte sie die Staatsvertragsverhandlungen für eine 
grenzüberschreitende Marktöffnung gefährden. 
Fördermassnahmen sind im Energiegesetz zu regeln. Der 
VSE erachtet demgegenüber die Sicherstellung der Wett- 
bewerbsfähigkeit der Stromproduktion mit einer verbind- 
lichen und zeitlich befristeten Regelung für Nicht Amortisier- 
bare Investitionen (INAI) für alle Produktions- und Beschaf- 
fungsarten als die wesentlich effizientere und marktfähige- 
re Lôsung.> 
Der Branche bleibt somit eine grosse vertiefte Bearbeitung 
von Schlüsselfragen und die zugehörige Kommunikation, 
damit dem Parlament mit der Gesetzesbotschaft ein Rah- 
mengesetz vorgelegt wird, welches die verschiedenen As- 
pekte ausgewogen berücksichtigt und eine zügige Off- 
nung ohne unverantwortbare Schäden erlaubt. 
Auswirkungen des Wettbewerbs 
Die Strompreise werden sich in allen Kundensegmenten 
auf ein durchschnitiliches europdisches Niveau einpen- 
deln. Der Stromwettbewerb über die Landesgrenzen und 
der Standortwettbewerb innerhalb von Europa werden 
dies erzwingen. 
Alle Unternehmenstätigkeiten werden sich strikte auf den 
Kundennutzen und die Zahlungsbereitschaft des Kunden für 
die angebotenen Leistungen ausrichten. 
Die kurz- und mittelfristige Wirtschaftlichkeit wird gegen- 
über den langfristigen Faktoren mehr Gewicht erhalten als 
im bisherigen Versorgungssystem. 
Die Strombeschaffung gerdt innerhalb von zehn Jahren 
national und international in den vollen Wettbewerb. Es 
werden eine Vielzahl von Massnahmen getroffen, um die 
eigenen Produktionskosten zu senken. Andererseits wird 
die Einkaufskraft der Elektrizitätsunternehmen inkl. zugehöri- 
ger Finanzkraft zu einem ausschlaggebenden Erfolgsfaktor 
und deshalb zu Zusammenschlüssen aller Art führen. Dies 
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