Volltext: 75 Jahre Liechtensteinische Kraftwerke

  
  
Vorgesehen ist zudem auch die Möglichkeit der Förderung von Demonstrationsanlagen 
oder von anderen Anlagen, die den energiepolitischen Zielen in besonderer Weise ent- 
sprechen. Dieses Modell ist in das Gesetz über die Förderung des Energiesparens vom 
18. September 1996 eingeflossen und findet grossen Anklang. 
Nach nur gut einem Jahr seit Inkrafttreten des Energiespargesetzes kann festgestellt werden, 
dass (bis Márz 1998) bereits 92 Objekte gefördert worden sind. Dies entspricht einer jähr- 
lichen Einsparung von annähernd 330’000 | Heizöl, die durch Holz, Biogas oder Sonnen- 
energie ersetzt werden können. Immerhin 1,4 Prozent des gesamten Jahresheizölimports 
konnten damit bereits durch umweltverträgliche Energieformen substituiert werden. 
Gefördert wurden übrigens 53 Sonnenkollektoranlagen, 18 Gebäudehüllensanierungen, 
13 Haustechnikanlagen, 7 Demonstrationsanlagen und eine Photovoltaikanlage. Erwähnt 
werden darf auch der volkswirtschaftliche Vorteil, der durch die auf dem neuen Energie- 
spargesetz basierenden Fördermassnahmen erzielt wird, sei dies durch die Vergabe von 
entsprechenden Aufträgen an liechtensteinische Handwerksbetriebe, sei dies etwa durch 
die intensive Nutzung von minderwertigem Holz der heimischen Wälder. 
Auffällig ist der bescheidene Effekt, den das neue Gesetz im Bereich der Photovoltaik hat. 
Der Grund dafür ist offenkundig: Trotz des gesetzlich vorgesehenen Investitionskostenbei- 
rages von 1500 Franken je Kilowatt installierter Leistung ist die Stromproduktion aus unmit 
telbarer Sonneneinstrahlung in unseren Breitengraden noch zu wenig wirtschaftlich. Ande- 
rerseits kann diese zukunfisversprechende Technologie wohl nur durch gezielte Förderung 
weiterverbreitet und entwickelt werden. In der Energiekommission der Regierung wird der 
zeit geprüft, wieweit ein Modell zur intensiveren Förderung der Solartechnik realisiert wer 
den könnte, dass mit den übergeordneten Zielen der Energiepolitik vereinbar ist. 
Soweit wirtschaftlich vertretbar, soll auch Liechtenstein einen Beitrag leisten, um der Solar- 
technologie zum Durchbruch zu verhelfen. Im Vordergrund stehen jedoch die Ausschöpfung 
des Energiesparpotentiales durch Sanierung von Altbauten und die Substitution fossiler 
Brennstoffe durch heimisches Holz und Biogas, weil dort die Fórderungsmittel am wir 
kungsvollsten eingesetzt werden könnten. 
Nevorientierung der Energiepolitik 
Folgende Erkenntnis ist wichtig: Auch noch so intensive Sparbemühungen werden nicht 
ausreichen, die auf uns zukommenden Probleme zu lösen. Eine grundsätzliche Neuorien- 
tierung der Energiepolitik ist erforderlich, und zwar auf internationaler Ebene. Die berech- 
tigte Forderung nach einer «nachhaltigen Entwicklung», was nichts anderes bedeutet als 
12 
  
 
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.