Volltext: Mauren, Schaanwald

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Der Historische .neuweg tEschnerperg ıst el ......uEITWEr 
IR ılt etwa 40 Informationssäulen über geschichtliche und natur 
/ Yin a VA Andliche Zusammenhänge. Er führt an ausgesuchten Orten - 
he 7 eg 8 iH A Ze apellen, Ruinen, historischen Plätzen und Aussichtspunkten - 
% PD Z arbei. Eine Wanderkarte erhalten Sie beim Verkehrsvereir 
’echtensteiner Unterlar * 
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3eographische und geologische Situation 
Mauren liegt an der Nordgrenze des Fürstentums Liech- Schaanwald - von Mauren getrennt durch das Maurer 
'enstein und grenzt dort als auch im Osten seiner Aus- Riet - wird vom Namen her als Wald am Wasser als auch 
dehnung an die Republik Österreich, Land Vorarlberg; als Wald vor Schaan gedeutet. Schaanwald gehörte aber 
Jgeologisch gesehen an der Nahtstelle der Ost- und West- nie zur Pfarrei oder zur Gemeinde Schaar 
ılpen, im Rheintalgraben. Der Eschnerberg, an dessen 
Aorgensonnenseite das Dorf Mauren in Moränenhüge‘ Die erste gesicherte Nennung des Dorfteils Schaanwald 
ingebettet ist, gehört zur Säntisdecke der Westalpen, ist im ältesten Jahrzeit- und Spendenbuch von St. Niklaus 
ber der Maurer Berg, an dessen. Fuss sich der. Weile‘ in Feldkirch 1384 ‚eingetragen: „U/ Zoller stiftete für sich 
ıchaanwald am Abendsonnenhang an der Strasse Chur- und seine Ehefrau eine Jahrzeit * 
eldkirch ausdehnt, gehört etwa ab Paulahütte zur Penn: 
ischen Ostalpendecke. In Schaanwald wurden im Jahr 1928 in den Wiesen über 
ie sieben Drums, im Volksmund: Bettlerböhel, Joda: der Siedlung Mauerreste einer römischen Villa und ein 
)öhel, Krüzböhel, Gopfaböhel, Purtscher, Halaböhel und Strassenstück der alten Römerstrasse Chiavenna-Augs: 
ieraböhel genannt, bilden - zusammen mit den noch burg entdeckt. In Mauren wurden während der Reno- 
rhaltenen alten hochstämmigen Obstbäumen - die für vationsarbeiten an der Pfarrkirche St. Peter und Paul in 
as Dorf Mauren charakteristischen und sehr schönen den Jahren 1985 bis 1988 gut erhaltene Fundamentteile 
indschaftsprägenden Elemente einer gotischen Kirche (um 1500 bis 1842), einer Kapelle 
(7./8. bis 12./13. Jahrhundert), einer romanischen Kirche 
up ; Jamen und Geschichte (12./13. Jahrhundert) und Mauerreste römischer Bauten 
“Schahnwald: in* Frascatıi, 24. Okt. 1178 aus dem 2. und 3. Jahrhundert ausgegraben. Man kann 
| Yapst Alexander Ill. nimmt das Frauenkloster St. Seba- davon ausgehen, dass Mauren und der Weiler Schaan- 
;tian zu Schänis in den apostolischen Schutz, bestätigt die wald seit der Römerzeit kontinuierlich besiedelt wurden 
Tegel des hl. Augustin, den Klosterbesitz, z.B. Mauren 
Muroun), in Eschen (Eschans) und Bendern (Benduro) die 
AH 4 Ausschnitt aus der Geologischen mare des Furstentums Zehntfreiheit ...” . 
* Liechtenstein von 1985. Geologisch gesehen liegt Mauren über Jieser Auszug aus dem Liechtensteinischen Urkunden: 
der Helvetischen und Schaanwald über der penninischen-ost- buch ist bis heute die älteste gesicherte Urkunde mit deı 
alpinen Decke. Auf der Karte kann man auch gut die Rüfen- \lennung Mauren (bzw. Muroun) 
abgänge erkennen, auf welchen die Häuser des Weilers Schaan- 
wald gebaut wurden Die Herkunft des Namens Mauren ist noch nicht ganz ge- 
m Die Drums, auf dem Kartenausschnitt grün eingezeichnet, klärt, wird aber mit dem lateinischen „murus“ (Mauern) in 
sind Moränen, d.h. Geschiebeablagerungen des ehemaligen Verbindung gebracht, möglicherweise wegen der Überre- 
Die Kartenausschnitte: Landeskataster 1865/71, Waldkarte Rheingletschers. Nach alter Redensart wird das Dorf Mauren ste einer alten Keltenburg —- heute nicht mehr erkennbar — 
892, Schulkarte 1920 und die erste 10’000er Landeskarte 1947 von sieben Hügeln umrahmt, eigentlich sind es aber acht. Der auf dem Gopfaböhel. Dr. Georg Malin glaubt eher, dass 
'erdeutlichen die Siedlungsentwicklung. Die Grafik zeigt den 3ettlerböhel, der grösstenteils auf dem Maurer Gemeindegebiet der Name Mauren mit dem Wortstamm Meer, mare, 
uwachs der Wohnbevölkerung in Mauren ab 1812. Von 1812 iegt, ist für die Maurer nicht so stark landschaftsprägend, sei es, Moor in Zusammenhang gebracht werden muss. Nach 
is 1921.hat die. Wohnbevölkerung nur um. 326 Personen zuge- weil er mit seiner Südabflachung bis in das Eschner Zentrum dem Rückgang des Rheingletschers entstand in unserem 
‚ıommen. Dies hat sicher mit der noch nicht gut entwickelten reicht und von dort recht imposant aussieht, oder weil er einfach Talraum zuerst eine ausgedehnte Seelandschaft mit Ver 
nedizinischen Versorgung zu tun als auch mit der grossen Aus- zu weit vom alten Dorfzentrum weg war landungszonen und nach und nach eine Moorlandschaft. 
EN hauptsächlich in die USA. Erst ab etwa 1940 m Querschnitt durch den Rheintalgraben mit der dazugehörigen Heute sind im Maurer Riet nur noch wenige ganz kleine 
ıahm mit der Industrie und der dadurch verbesserten Situation Landschaftszeichnung, Blickrichtung vom Buchserberg gegen . 
‘ür Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe die Wohnbevölke- Sch Rheintal und Li htensteiner Unterland. Grün = Hel Restparzellen von dieser Urlandschaft vorhanden. Vom 
ng Sietlalzu Schaan, NR LH SEEN? N HE CMS Pflanzenreichtum der ehemaligen Moorlandschaft ist aber 
tische Decke, Rot = Vorarlberger Fiysch. 'ausser den Schwertlilien im Wisanels und dem Fieber- 
m Höhenweg auf dem Eschnerberg und Büelerkappele. <lee in einem kleinen Hangried in Schaanwald) nicht allzu- 
4 Ausschnitt aus einem alten Katasterblatt. Der erste Landes- viel übriggeblieben. Das Maurer Riet ist heute ein intensiv 
kataster, der zwischen 1865 und 1871 entstand, enthielt 228 bewirtschaftetes Kulturland, das an allen Ecken und 
<atasterblätter, ca. 47 x 47 cm gross, im Massstab 1:2000. Als Enden einer neuen Nutzung — z.B. Sport, Industrie, Ge- 
/ermessungsgrundlage diente damals noch der österreichische E . Su " " 
Fuss (0,316 m), 36 Quadratfuss bildeten ein Quadratklafter werbe — zugeführt wird 
3,596652 m?®). Die in der Zeit von 1870 vorhandenen Wohn- 
häuser und Gehöfte erkennt man an den dunkleren Markierun- 
Jen. Die später dazugekommenen Häuser sind rot umrandet. 
' Ausschnitt aı1s der ersten Waldkarte von 18° 
‘Aauren, Frühjahr 1997 
Etwa hundertjähriger Maulbeerbaum auf Güedeaa mit Blick 
Mauren 
Mauren um 1900 
Schaanwald und Maurer Riet anfangs der vierziger Jahre jafık: Louis Jäger, Vaauc 
>’ Cahnanwälder Zuscha wurde 1954 ahnmehrark- Matt Drum AM 
Bau.
	        

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