Volltext: Wir und die internationale Entwicklungshilfe

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Was hat Liechtenstein an Entwicklungshilíe ge- 
leistet? 
Auf dem Gebiete der «technischen Hilfe» hat 
unser Land guten Willen gezeigt. Obwohl ur- 
sprünglich gerade diese Art von Entwicklungs- 
hilfe bei uns am unbekanntesten und unbelieb- 
testen war, ist heute die «Hilfe zur Selbsthilfe» 
die gebráuchlichste und auch zielbewussteste 
Form geworden. Ich fasse mich kurz: 3 Laien- 
helfer befinden sich heute vertraglich in unter- 
entwickelten Gebieten im Einsatz. Es sind dies: 
Gottfried Meier aus Schellenberg, der schon 
vier Jahre als Schreiner in einer schweiz. Ka- 
puziner-Handwerkerschule in Tanzania arbei- 
tet; Fráulein Ingrid Batliner aus Eschen, dipl. 
Kinderschwester, ist in einem Spital in Bougie 
(Algerien) tätig; Fräulein Therese Vogt aus Bal- 
zers wird ab 17. Mai dieses Jahres in Bafang 
(Kamerun) als Anästesie-Schwester in einem 
von einer Schweizerin geleiteten Spital tätig 
sein. Es ist für uns eine Genugtuung zu wissen, 
dass kürzlich der schweizerische Bundesrat an 
dieses Spital einen Beitrag von sfr 350 000 ge- 
leistet hat, zur Einführung einer Geburtsklinik. 
Der Liecht. Entwicklungsdienst übernimmt für 
diese offiziellen Laienhelfer weitgehendst die 
Verantwortung: Sie sind versicherungsmässig 
gedeckt, werden durch die Stiftung betreut und 
erhalten für ihre Leistungen, ausser der Ent- 
löhnung im Einsatzland, monatlich sfr 300.— auf 
ein Sparkonto in Liechtenstein. 
Nebst dieser offiziellen Entwicklungshilfe sind 
aber auch schon seit Jahren private Laienhelfer 
im Ausland tätig. So beispielsweise Sr. Yvonne 
Walser aus Schaan, die in Kondapally (Indien) 
mit liechtensteinischen Mitteln den Hauptbei- 
tür den Bau eines Tuberkulosen-Spitals erbracht 
hat. Erwähnenswert ist, dass gerade die liech- 
tensteinische Jugend und in diesem Falle die 
Pfadfinderinnen durch Verwertung eines Basars 
den Anfang gemacht haben. Alle dem Liechten- 
steinischen Entwicklungsdienst bekannten Lai- 
enhelfer erhalten Unterstützungen in irgend- 
einer Form. Es sind dies nebst den schon ge- 
nannten: Fräulein Annelies Jehle in Ghana; Sr. 
Maria Matt in Südafrika; Sr. Narzissa Lampert 
in Südafrika; Sr. Timothea Verling, Brasilien; 
Sr. Agreda Marxer in Columbien. 
Ganz besondere Unterstützung erhalten die 
liechtensteinischen Missionare, wie Pater Emil 
Frick, Pater Josef Oehry und Bruder Marzellin 
Tschuggmel alle in Angola; sowie Bruder Ste- 
fan Frommelt in Südafrika. Die kirchlichen Fa- 
stenopfer zum Beispiel fliessen ebenfalls jähr- 
lich zur Hälfte diesen Missionaren und Laien- 
helfern für ihre Tätigkeit zu. 
Alle unsere Hilfen waren bis jetzt gezielt, 
zweckbindend und kontrollierbar. Sie umfassen 
 
	        

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