Volltext: Die Schlossabmachungen vom September 1920

  
  
Nr. 9a: Protokoll der Sitzung des engeren Ausschusses der Liechtensteinischen 
Volkspartei im «Kirchthaler» (heute «Vaduzerhof») in Vaduz, dat. vom 11. Sep- 
tember 1920. 
Protokoll Jahrgang 1920 = 13 
der Sitzung des engeren Ausschusses im «Kirchthaler» am 11. Dez. 1920 
Anwesend: 
Walser, Dr. Beck, Andr. Vogt, Felix Hasler, Louis Seeger, Friedrich Marxer, Gust. 
Schädler, Arnold Gassner, Alois Schädler, Franz Wille. 
Traktanden 
1. Peerfrage: Dr. Beck war am 10. Dez. 2mal bei Peer zwecks Aussprache über 
die neue Verfassung. Die Bürgerpartei sei gegen die Abmachung mit dem 
Fürsten. Fritz Walser sagte, die neue Verfassung komme Ende Jänner. 
2. Wiener-Gesandtschaft: Die Bürgerpartei wolle sie behalten. Beiliegendes 
Schreiben wird verlesen und beschlossen, eine-Abschrift an den Kabinettsrat 
Martin zu senden. 
3. St.Galler Arbeiter-Delegation: Da die Vertreter für die 3. Internationale sind, 
wird festgestellt, dass wir von den Liechtensteinern im Ausland, speziell je- 
nen in St.Gallen, nicht bevormundet sind. 
4. Regierungsrats-Frage (Nachfolge Wangers): Dr. Beck referiert über die Bank 
und seine Stellungnahme. Die Bürgerpartei schiebe vor, gegen ihn, d. h. seine 
Kandidatur zu sein, weil er bei der Bank Verwaltungsrat [S. 1/2] sei. Peer hat 
Dr. Beck auf dem Schlosse in die Hand versprochen, ihm den Entwurf der 
neuen Verfassung zuerst zu zeigen, dies hat Peer unterlassen. Anlässlich der 
Peer-Abmachungen auf dem Schlosse war Fritz Walser damit einverstanden, 
dass Dr. Beck anstelle Wangers in den Regierungsrat gewählt werde. Es wird 
festgestellt, dass, falls im Kollegium etwas bezüglich der Bank zur Behand- 
lung komme, wáre einfach statt Dr. Beck sein Stellvertreter einzuberufen. 
«D» 
  
 
	        

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