Volltext: Die Schlossabmachungen vom September 1920

  
  
    
1993 
Der Landtag wählt die neue 
Regierung unter Vorsitz von 
Regierungschef Dr. Mario Frick, 
der gleichentags vom Fürsten 
vereidigt wird und damit der 
weltweit jüngste Regierungschef 
ist. Erstmals nehmen mit 
Dr. Andrea Willi und 
Dr. Cornelia Gassner zwei 
Frauen in der Regierung Einsitz. 
Weitere Regierungsmitglieder 
sind Regierungschef-Stellver- 
treter Thomas Büchel und 
Regierungsrat Dr. Michael Ritter 
(15.12.). 
Die Regierungsrätinnen und der 
Regierungsrat erhalten alle einen 
Dienstauftrag von 80%. 
  
  
  
  
  
Die Regierung nach den Wahlen 
im Herbst ’93: Regierungsrätin 
Dr. Cornelia Gassner, Vize-Regie- 
rungschef Thomas Büchel, Regie- 
rungschef Dr. Mario Frick, Regie- 
rungsrätin Dr. Andrea Willi und 
Regierungsrat Dr. Michael Ritter. 
  
  
Weiter wird ausgemacht, dass Obmann Walser, Dr. Beck und Schädler am 
folgenden Tage um 10h vom Fürsten in feierlicher Audienz empfangen werden 
sollen, wobei der Fürst eine Ansprache herunterlesen werde. Diese Ansprache 
wird nun beraten und abgefasst. Sie ist enthalten in der Beilage (O.N. Nr. 75 vom 
18. Sept. [1920]). 
Im Verlauf der Verhandlungen wird eingehend von der Gefahr gesprochen, 
dass sich eine republikanische Partei mit zirka 400 Mitgliedern bilden móchte, 
falls nicht ganze Arbeit gemacht und dem Volke [Seite 20/21] nicht die bisher 
vorenthalten Rechte gegeben werden. Die 2 Vertreter des Fürsten erkennen die 
Gefahr, indem ihnen u. a. auch gesagt wird, dass anlásslich des Sángerfestes am 
12. Sept. auf Schloss Gutenberg von einer starken Gruppe beabsichtigt gewesen 
sei, auf der Bühne eine republikanische Rede zu halten, ein Ereignis also, das im 
Lande ungeheures Aufsehen erregt haben würde. Die 2 Unterhándler des Fürsten 
sehen ein, dass die Regierungs-Clique der Dynastie durch das allbekannte 
Zurückhalten geschadet habe. E 
Kabinettsrat Martin führt u. a. aus, dass [er] die im April und Mai anlässlich 
der Peer-Vortráge [Seite 21/22] an den Fürsten gerichteten Schreiben und Tele- 
gramme nur auszugsweise bekommen habe und dass Prinz Eduard jene Kund- 
machung (0.N. Nr. 35 1. Mai, siehe Beilage) geschrieben habe, nicht der Fürst 
selber, ja dass Eduard dem Fürsten anfánglich eine so scharfe Antwort an die 
Volkspartei vorlegte, dass sie der Fürst in dieser Fassung gar nicht annahm und 
selbst abschwáchte. 
Es wird sodann zwischen den 3 Volksparteilern und Dr. Peer beiliegendes 
Geheimprotokoll abgefasst. Am Dienstag (den 14. Sept.) abends werden die 
Volkspartei-Delegierten aus dem ganzen Lande zusammenberufen und Obmann 
Walser, Dr. Beck und Abg. Schádler werden die Annahme [Seite 22/23] der 2 
15 Der Name des/der Empfánger fehlt im Orginal 
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