Volltext: Die Schlossabmachungen vom September 1920

  
  
1057 
ohnbe- 
völkerung 
Liechten- 
steins: 
27714. 
Neujahrstreffen der Vaterlän- 
dischen Union (6.1.). 
Der Landtag feiert sein 125jàh- 
riges Bestehen als Institution. 
Es gelten immer noch die Worte 
des verstorbenen VU-Prásidenten 
und Abgeordneten Dr. Otto 
Schádler: «Das Parlament bleibt 
vom Wandel der Zeiten, 
Menschen und Aufgaben nicht 
unberührt, und es altert ebenso 
rasch und unfehlbar wie die 
Menschen, wenn nichts zu seiner 
Regeneration, zu seiner Auf- 
frischung und Modernisierung 
  
1986 wird mit Emma Eigenmann 
erstmals eine Frau in den liech- 
tensteinischen Landtag gewáhlt; 
hier im Gesprách mit Vizeregie- 
rungschef Dr. Herbert Wille (1.) 
und dem Regierungsrat Anton 
Gerner (M.). 
  
  
Abhaltung von Kursen, und Gründung einer gut geleiteten Volksbücherei durch 
das Land. 
Die Volkspartei verlangt eine wirksame Heimatschutz-Gesetzgebung. 
g) Finanzpolitik. Die Volkspartei verlangt, dass das Finanzwesen des Landes auf 
eigene, vom schwankenden Zollerträgnisse unabhängige Füsse gestellt werde, 
dass die Steuern erst erhöht werden, nachdem durch Sparen einerseits, durch 
ergiebige Ausnützung der Landesregalien andererseits sich höhere Einnahmen 
nicht mehr erzielen lassen. 
Die Lasten des Landes sind mehr als bisher auf die Schultern der wirtschaftlich 
Starken zu legen; es soll ein gerechtes, auf progressiver Versteuerung von Ein- 
kommen und Vermögensbesitz beruhendes Steuergesetz eingeführt werden, 
das ein unsern Verhältnissen angemessenes Existenzminimum und den Schul- 
denabzug kennt. 
Die Landwirtschaft soll in der Besteuerung begünstigt werden. 
Il. Wirtschaftspolitik 
11.(!) Die Volkspartei fordert vom Lande, dass es sich mehr der Wohlfahrt und der 
Hebung der Erwerbstätigkeit des Volkes annehme als bisher, und sie verlangt er- 
höhte Unterstützung des landwirtschaftlichen und gewerblichen Vereinswesens. 
Wir fordern: 
a) Für die Landwirtschaft vermehrte staatliche Mithilfe bei Güterzusammen- 
legung, Verbot der Güterzerstückelung, Entsumpfungen, Rüfeverbauungen; 
neben Förderung der Grossviehzucht vermehrte Unterstützung der Kleinvieh- 
zucht; Schutz eines neuzeitlichen Tierseuchengesetzes, das den Bauern für 
abgetane Tiere entschädigt; ein den landwirtschaftlichen wie nicht minder den 
finanziellen Interessen dienendes Jagdgesetz. Das neue Jagdgesetz soll aus der 
Jagd in den Alpgebieten den betreffenden Alpbesitzern zur Alpverbesserung, die 
Einnahmen aus dem Nicht-Alpgebiete den betreffenden Gemeinden dauernd an- 
«D» 
 
	        

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