Volltext: Die Schlossabmachungen vom September 1920

zeitige Zustellung des Landtagsprogramms; Einberufung der Volksvertretung 
nach Bedarf, mindestens aber im Frühling und Herbst; Veröffentlichung der 
Landtagsrechnung; Redefreiheit im Landtag; keine fürstliche Bestätigung des 
Präsidenten und Vizepräsidenten des Landtages mehr. Landtagspräsident darf 
nur ein vom Volke gewählter Abgeordneter sein. 
Der Landtag ist auch auf Vorschlag von mindestens 400 Stimmberechtigten ein- 
zuberufen. Die gleiche Anzahl von Stimmberechtigten soll ein Initiativrecht zu 
Verhandlungsgegenständen im Landtage haben. 
Wichtigere Gesetze sollen vor der fürstlichen Sanktion zur Volksabstimmung 
gebracht werden und das Volk soll statt des Landtages die Behörden wählen 
können. 
5. Die Gesetzgebung soll unsern Verhältnissen angepasst, also volkstümlich 
ausgestaltet werden. Ältere Gesetze und Verordnungen sind modern auszu- 
gestalten. Keine blinde Aufnahme fremder Gesetze ohne Anpassung. 
6. Ausschaltung aller Zwischenmauern zwischen Fürst und Volk; Verlangen, 
dass ein direkter und unmittelbarer Verkehr der Landesbehörden ohne Zwi- 
schenbehörde (Hofkanzlei) stattfinden kann. 
7. Nach dem Grundsatze: Liechtenstein den Liechtensteinern! besteht die 
Volkspartei auf der Selbständigkeit und Unabhängigkeit des Landes; sie 
bekämpft daher energisch den ausländischen Einfluss, verlangt, dass die 
Beamtenstellen ohne Zustimmung der Volksvertretung mit Ausländern nicht 
besetzt werden dürfen; sie besteht darauf, dass alle Behörden ihren Sitz im 
Lande haben und das Land im Auslande, wenn möglich, durch Liechtensteiner 
vertreten wird. 
Die Volkspartei verlangt gemäss dem Satze: «Freie Bahn dem Tüchtigen!», dass 
jedem Liechtensteiner die Möglichkeit, eine Staatsstelle zu erlangen, offen steht; 
sie huldigt dem Satze, dass die Beamten des Volkes wegen und nicht das Volk 
der Beamten wegen da ist und bekämpft demnach jeden volksfremden Bürokra- 
«D» 
  
1986 
ohnbe- 
völkerung 
Liechten- 
steins: 
27399. 
Die Vaterländische Union begeht 
am Dreikönigstag in Balzers ihren 
50. Geburtstag und gibt eine 
Festschrift heraus (6.1.). 
Aus dieser Feier entwickelte sich 
das traditionelle «Neujahrstreffen» 
der Vaterländischen Union. 
    
  
  
VU-Parteitag in Ruggell im No- 
vember 1985. Vorn (v. I.) Dr. Otto 
Hasler, Dr. Peter Wolff, Ernst 
Gassner, William Gerner, Georg 
Gstéhl, Dr. Egmont Frommelt, 
Hans Brunhart, René Ritter; in 
der hinteren Reihe die Kandi- 
daten/innen für den Landtag (v. 
I.): Hans-Peter Foser, Hildegard 
Beck, Georg Vogt, Reinhard Wal- 
ser, Dr. Helmut Matt, Paul Kindle, 
Emma Brogle-Sele, Alfons Schád- 
ler, Dr. Karlheinz Ritter, Hermann 
Hassler, Günther Wohlwend, 
Magda Batliner-Meier, Karlheinz : 
Oehri, Beat Hasler, Edwin Marxer. 
  
  
  
   
  
    
  
  
   
  
  
 
	        

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