Volltext: Die Schlossabmachungen vom September 1920

me und die Arbeiter befänden sich in einer schlimmen Lage; sie müssten in die 
Fremde, ein stetes Anwachsen der Ausgaben des Armenfonds sei festzustellen. 
Er, Wilhelm Beck, empfehle, das Augenmerk mehr auf die Armenversorgung als 
auf einen Kirchenbau zu richten. Von 156 Stimmenden sprachen sich 74 für 
einen Kirchenneubau aus, 82 stimmten dagegen «zugunsten der Erhöhung des 
Armenfondskapitals zwecks späterer Errichtung einer Armenanstalt». Dieses 
Resultat wurde erreicht trotz der Intervention des Bischofs bei der Regierung, 
«diesen Machinationen entgegenzutreten». 
Am 16. August 1919 teilte Wilhelm Beck der Regierung mit, dass er als Regie- 
rungsrat zurücktrete, weil es «seiner politischen Überzeugung widerspreche, als 
Mitglied einer verantwortlichen Regierung eine mehr passive als aktive Rolle 
spielen» zu müssen. 
Dezember 1921: Privatklage Dr. Wilhelm Beck gegen Josef Sprenger, Triesen: 
Josef Sprenger habe behauptet, Wilhelm Beck habe gelegentlich der Bernreise 
im Dezember 1920 mehr Spesen verrechnet, als die Mitreisenden [Prinz Karl und 
Forstverwalter Julius Hartmann], «weil er zur Stuberti gegangen» sei. Wilhelm 
Beck habe seiner Braut telefoniert und diese Gebühren den “Oberrheinischen 
Nachrichten” angerechnet. Am 26. Januar 1923 wird ein Vergleich geschlossen. 
Josef Sprenger nimmt den Vorwurf zurück, bezahlt ein Sühnegeld von Fr. 25.—; 
Wilhelm Beck zieht seine Anklage zurück. 
Am 14. September 1926 schrieb Wilhelm Beck an die fürstliche Regierung einen 
«Protest wegen Autoprüfung». Er schrieb: «In meinem Auftrage hat meine 
Bureauangestellte Karolina Hoch das Autofahren gelernt und am 30. August die 
vorgeschriebene Autoprüfung zu machen versucht. Karolina Hoch fuhr zuerst 
mit dem Experten aufs Schloss und ist bis dahin alles gut gegangen. Auf der 
«D» 
1980 
ohnbe- 
vólkerung 
Liechten- 
steins: 
25215. 
Abstimmung zum Frauen- 
stimmrecht in Gamprin (9.4.). 
Landtagsbeschluss zur Reform 
des Gesellschaftrechts (15.4.). 
Der Landtag beschliesst den 
Bau des Kunsthauses (29.4.). 
Vaduz billigt einen Kredit zum 
Bau des Kunsthauses (1.6.). 
In der Folge bildet sich in 
Vaduz eine neue und sehr 
rührige «Initiativgruppe» gegen 
den Bau des Kunsthauses. 
Es entwickelt sich ein «Fall 
Kunsthaus», der sich zu einem 
beherrschenden politischen 
Thema der Achtzigerjahre 
auswächst und 1989 in 
Neuwahlen für den Landtag 
gipfelt. 
Abschluss des Währungsver- 
trages zwischen dem Fürstentum 
Liechtenstein und der Schweiz 
(19.6.). 
Autobahn Trübbach-Haag 
erôffnet (27.6.). 
Die Stimmbürger heissen einen 
Verpflichtungskredit für den Bau 
eines Kunsthauses in Vaduz 
gut (8.9.). 
Verordnung über die Begrenzung 
der Zahl der Ausländer im 
Fürstentum Liechtenstein (9.9). 
  
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