Volltext: Die Schlossabmachungen vom September 1920

Leben auf Lavadina 
Gewohnt hat Wilhelm Beck mit seiner Familie, mit Frau und vier Kindern (Anna, 
Emil Wilhelm [t 1927], lvo [t 1993], Gertrud), im Vaterhaus auf Lavadina. Im 
1932/33 daneben erbauten Haus lebte er erst ab November 1935. Er führte ein 
offenes und gastliches Haus, in das am Sonntag viel Besuch kam. An Sonn- und 
Feiertagen wanderte die Familie oft auf Guggerboden zum Fülitritt, wo gegessen, 
gespielt und gelesen wurde. Die Lasten trug der weitum bekannte Esel «Mano- 
lo». Wilhelm Beck achtete darauf, dass in der Familie der walserische Berger- 
Dialekt gesprochen wurde. Zum Haus des Tierfreundes Beck gehórte auch eine 
zugewanderte Hauskróte, die Beck nach dem Sprichwort: «Wo eine Króte sich 
ansiedelt, wohnen gute Leute» schützte. 
Das Vaterhaus auf Lavadina hatte einen kleinen Anbau, in dem der volksver- 
bundene und leutselige Wilhelm Beck sonntags die oft zahlreichen rat- und 
hilfesuchenden Triesenberger kostenlos beriet. Sein soziales Verstándnis 
áusserte sich darin, dass er 1913 (mit Erfolg) gegen einen Kirchenneubau in 
Triesenberg Stellung bezog: man solle das Geld lieber in einen Armenfonds 
stecken. Beck war aufgeschlossen, vielseitig, und hatte moderne Ansichten. 
Er unterstützte das Frauenstudium und besass zeitweilig einen TÓff. In seinem 
Haus war das erste Radio auf dem Triesenberg empfangsbereit; die Leute 
kamen und hórten mit. 
Charakterisierungen, Gegner und Freunde 
In Nachrufen und in den Berichten der Zeitgenossen werden Becks charak- 
terliche Vorzüge hervorgehoben. Er galt als grosszügig, hilfsbereit, einfach, be- 
scheiden, leutselig, offen, aufgeschlossen und humorvoll. Er hatte, heisst es im 
Nachruf, ein «goldenes Herz» und einen «kóstlichen Humor». Allerdings heisst 
es dort auch, dass ein solch starker Charakter und überlegener Geist «nicht ohne 
Widerspruch bleiben» konnte, dass «Neid und politische Rachsucht sich gegen 
«D» 
  
1978 
   
     
ohnbe- 
vólkerung 
Liechten- 
steins: 
25340. 
Unterzeichnung des neuen 
Postvertrages in Bern (9.1.). 
Die Landtagswahlen bringen der 
Vaterländischen Union die Man- 
datsmehrheit im Landtag (2.2.). 
Regierungschef wird Hans 
Brunhart, Landtagspräsident 
Dr. Karlheinz Ritter (25.4.). 
Liechtenstein wird Mitglied 
des Europarates (28.9./15.11.). 
  
Liechtenstein tritt dem Europarat 
bei. Die auf den 21. November 
1978 datierte Urkunde trägt die 
Unterschriften von Fürst Franz 
Josef Il. und Regierungschef 
Hans Brunhart. 
  
 
	        

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