Volltext: Vaduzer Wein

Abbildung 15: 
Markant. Etiket- 
te für den Vadu- 
zer der Winzerge- 
nossenschaft. 
Entwurf von 
Eugen Verling 
in den frühen 
dreissiger Jahren 
Abbildung 16: 
Handwerk. Diese 
Etikette der Win- 
zergenossenschaft 
ist in den fünf- 
ziger Jahren von 
einem Buch- 
drucker geschaf- 
fen worden 
Abbildung 17: 
Beinahe iden- 
tisch! Die heuti- 
gen Weine der 
Winzergenossen- 
schaft tragen mit 
dem Vermerk 
“Eigenkelterung” 
die Etikette der 
fürstlichen Do- 
máne. Die Lage- 
bezeichnung fehlt 
Abbildung 18: 
Bunt. Einzige 
uns bekannte 
Etikette der fürst- 
lichen Domäne 
mit farbiger 
Landschaftsdar- 
stellung. Frühe 
dreissiger Jahre 
348 
    
  
  
   
Winsergenoffenthaft © 
Dadus 
  
  
  
e75cl 
   
HOFEELLEREI DES 
FÜRSTEN VON LIECHTENSTEIN 
VADUZER BEERLI 
PINOT NOIR EIGENKELTERUNG 
  
  
FURSTLICHE DOMANE - FL 9490 VADUZ - FURSTENTUM LIECHTENSTEIN 
  
  
    
VADUZER 
Fürstlich Liechtenstein‘sche Schlosskeller-Verwaltung-Vaduz 
Vaduz” angepriesen. Der Blick über Weinberge hinab 
auf das Rote Haus und noch tiefer in der Talebene 
auf das Dorf Vaduz rundet das Bild ab. Aus den fünf- 
ziger Jahren stammt die letzte eigenständige Genos- 
senschaftsetikette. Sie trägt deutlich die Handschrift 
eines anonymen Buchdruckers, der mit sicherem 
Griff einzelne Klischees zu einem Rahmenwerk zu- 
sammengefügt hat. Im Zentrum des eher bescheide- 
nen Flaschenschilds steht wieder das alte Wappen der 
Gemeinde Vaduz (Abbildung 16). 
Heute werden die Abfüllungen des Genossen- 
schaftsweines ebenfalls mit den von der fürstlichen 
Domäne geführten Etiketten bestückt. Auf den 
Rumpfetiketten befindet sich der Hinweis auf die 
“Pinot Noir Eigenkelterung”, die Lagebezeichnung 
fehlt. Die Halsschleife trägt ebenfalls nur den Ver- 
merk auf Eigenkelterung und Originalabfüllung 
(Abbildung 17). 
Die Etiketten der fürstlichen Domäne 
Nicht über alle Vaduzer Etiketten lässt sich so aus- 
führlich berichten wie über jene der fürstlichen 
Domäne. Es liegt in der Natur der Materie, dass denn 
auch das folgende Kapitel etwas länger ausgefallen ist. 
“VADUZER /Fürstl. Liechtenstein’sche Schlosskel- 
lerverwaltung Vaduz” heisst es, wie bereits erwähnt, 
auf einer der wahrscheinlich ältesten Etiketten der 
fürstlichen Domäne (vergleiche Abbildung 10). Sie 
lässt sich nur schwer datieren, dürfte aber spätestens 
in den zwanziger Jahren bereits in Verwendung gewe- 
sen sein. Eine weitere Etikette gibt uns etwelche 
Rätsel auf. Auch sie muss bereits in den späten zwan- 
ziger oder frühen dreissiger Jahren auf die Flaschen 
geklebt worden sein (Abbildung 18). Von der “Fürst- 
lich Liechtenstein’schen Schlosskeller-Verwaltung * 
Vaduz” für den Vaduzer herausgegeben, zeigt sie 
einen farbigen Panoramablick über die Residenz mit 
Rebbergen im Vordergrund, dem Schloss über dem 
Dorf und dem Falknismassiv im Hintergrund. Das 
grosse Staatswappen füllt die rechte obere Bildecke, 
der Jahrgang konnte in einem eigens am linken 
Bildrand vorgesehenen Schriftband angegeben wer- 
  
 
	        

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