Volltext: Vaduzer Wein

  
Anhang 
Alkoholgetränkesteuer 
Am 29. Dezember 1927 ermächtigte und beauftragte 
der Landtag die Regierung, auf alkoholische Ge- 
tränke eine Steuer einzuführen. Der Ertrag aus dieser 
Steuer sollte für die Verbauungen am Rhein und die 
Wiederinstandsetzung der überschwemmten Gebiete 
verwendet werden.56 
Gegen diesen Landtagsbeschluss wurde aber das 
Referendum ergriffen. Am 26. Mai 1929 wurde im 
Rahmen einer Volksabstimmung die Alkoholsteuer 
gesetzlich eingeführt, und zwar mit 950 Ja- zu 813 
Neinstimmen. 
Zwischen 1930 und 1933 bemühte sich die Vaduzer 
Winzergenossenschaft um Aufhebung, zumindest 
aber um wesentliche Ermássigung der Alkoholsteuer 
für inländischen Wein.56! Für die Fechsung 1930 er- 
mássigte die fürstliche Regierung die Alkoholsteuer 
auf 15 Rappen für den Liter unter der Bedingung, 
dass die Wirte beim Verkauf pro Viertelliter Vaduzer 
nicht mehr als 70 Rappen verlangen. Für Vaduzer 
Wein, der in Flaschen ausgeschenkt wird, blieb die 
bisherige Besteuerung bestehen.56? 
Am 6. Oktober 1968 gab es erneut eine Volks- 
abstimmung über die Abschaffung der Alkoholsteuer. 
Damals wurde das Initiativbegehren (bei einer 
Stimmbeteiligung von 70 Prozent) mit 1214 Ja gegen 
1565 Nein relativ deutlich verworfen.56? 
In einem Expertenbericht der Regierung zur 
Steuerreform im Jahr 1977 wurde die Abschaffung 
der Alkoholsteuer als gerechtfertigt und empfehlens- 
wert bezeichnet. Die in einer Notlage entstandene 
Sondersteuer auf Bier und Wein diskriminiere insbe- 
sondere den liechtensteinischen Handel und sei aus- 
serdem faktisch gar nicht zu kontrollieren. Die 
Steuerbehórde müsste praktisch jede Einkaufstasche 
prüfen, die jemand aus Richtung Buchs, Sargans oder 
Haag mit ins Land bringe.56* 
In der Regierungssitzung vom 6. Oktober 1980 be- 
schloss die Regierung, dass die Alkoholsteuer abzu- 
schaffen ist und die erforderlichen Vorkehrungen 
eingeleitet werden.565 
300 
Die Alkoholgetränkesteuer wurde sodann auf den 
1. Januar 1981 aufgehoben.596 
Gesetze und Verordnungen betreffend 
den Weinbau 
Das Gesetz über den Weinbau (1944) und die 
Verordnung über die Weinlesetermine (1967) ent- 
standen auf Vorschlag der Winzergenossenschaft Va- 
duz. Die Ausarbeitung des Gesetzes- beziehungsweise 
Verordnungstextes haben Ausschussmitglieder der 
Winzergenossenschaft Vaduz vorgenommen. 
* Verordnung betreffend die Bekämpfung des 
falschen Mehltaus (Peronospora viticola). LGBl. 
Jahrgang 1893, Nr. 1, ausgegeben am 10. Mai 1898. 
* Verordnung mit welcher Baumpflanzungen in und 
zunächst den Weingárten untersagt werden. LGBl. 
Jahrgang 1894, Nr. 4, ausgegeben am 106. Juli 1894. 
e Verordnung betreffend die Bekämpfung des fal- 
schen Mehltaus (Peronospora viticola). LGBI. Jahr- 
gang 1906, Nr. 4, ausgegeben am 30. Juni 1906. 
e Gesetz betreffend den Weinbau. LGBI. Jahrgang 
1944, Nr. 11, ausgegeben am 26. Juni 1944. 
* Verordnung über die Weinlesetermine. LGBI. Jahr- 
gang 1967, Nr. 30, ausgegeben am 29. September 
1967. 
e Verordnung über den Schutz des Igels, LGBI. 
Jahrgang 1992, Nr. 65, ausgegeben am 24. Juli 1992. 
* Diverse Verordnungen über die Ausrichtungen von 
Landessubventionen für die Schädlingsbekämp- 
fung und Neuanlagen von Weinbergen. 
Rebkrankheiten?8? 
1883 oder 1884 tauchte in Liechtenstein das erste Mal 
der falsche Mehltau (Peronospora) auf.595 Der echte 
Mehltau, das Oidium-Tuckeri, wurde im Jahr 1899 in 
Vaduz zum ersten Mal registriert. Diese Rebkrank- 
heiten wurden aus Amerika eingeschleppt.>” 
Statuten der Winzergenossenschaft Vaduz 
Die ersten Statuten der Winzergenossenschaft stam- 
men aus dem Jahr 1902.571 Eine Überarbeitung fand 
  
 
	        

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