Volltext: Vaduzer Wein

  
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Die Erntemengen fielen jedoch je nach Witterung 
unterschiedlich aus. Je nach Lage liegen die Ertrige 
über demjenigen des letzten Jahres. Zu einem Teil 
sind sie jedoch einiges darunter. 
Sicher gebührt den Winzerinnen und Winzern in 
diesem Jahr ein besonderes Lob. Trotz den schlech- 
ten Aussichten im Vorsommer gaben sie den Mut 
nicht auf. 
Der 1980er wird bei entsprechender Pflege im 
Keller wieder ein Jahrgang werden, an dem sich alle 
Weinfreunde freuen werden.5!? 
10. Dezember 1980 
Entschädigung Ernteausfälle im Weinbau 
An die Winzer der Genossenschaft wird eine Entschä- 
digung für die Ernteausfälle im Gesamtbetrag von 
Fr. 3’209.25 von der Regierung genehmigt.>!4 
1981 4. März 1981 
Spritzengemeinschaft 
Thaddäus Wachter, welcher zwei Jahre das Reben- 
spritzen für die Winzer der Genossenschaft besorgte, 
hat auf Ende 1980 seine Arbeit aufgekündigt. Der 
Ausschuss der Winzergenossenschaft Vaduz be- 
schliesst die Gründung einer Spritzengemeinschaft 
und die Anschaffung eines Traktors sowie einer 
Spritze. Als Spritzenmeister konnte Arthur Walser ge- 
wonnen werden. Für die betriebliche Abrechnung ist 
Bruno Ospelt zuständig. 
An die Anschaffungskosten von Fr. 8’650.— wird 
von der fürstlichen Regierung und der Gemeinde 
Vaduz eine Subvention von je 30% zugesichert.5!5 
3. August 1981 
Mitteilung Landwirtschaftsamt 
Der trotz des Frostes noch vorhandene Traubenbe- 
hang hat sich sehr gut entwickelt. In den frühen 
Lagen wird die Verfärbung nächstens bereits begin- 
  
nen. Da in den kommenden Wochen wenig Fallobst 
und Wildbeeren vorhanden sein werden, sind die 
Trauben umso mehr gefährdet. Es wird daher drin- 
gend empfohlen, in den kommenden Tagen, späte- 
stens in der Woche nach Maria Himmelfahrt, den 
Schutz gegen den Vogelfrass vorzunehmen. Es muss 
auch darauf hingewiesen werden, dass bei einer even- 
tuellen Hilfe an die Frostschäden durch das Land für 
Vogelfrass-Schäden selbstverständlich keine Entschä- 
digung ausgerichtet werden kann. Es liegt daher im 
Interesse eines jeden Winzers, das noch vorhandene 
Traubengut bis zur Lese zu erhalten.5!6 
5. Oktober 1981 
Kein gutes Weinjahr 
In Vaduz hat die Weinlese begonnen 
Der Herbst ist die Zeit des *Wimmelns", der Weinlese. 
Für den Weinbauer bedeutet diese Zeit das Ende des 
Bangens und Hoffens wahrend eines Jahres. Wie sel- 
ten ein Handwerk ist das des Weinbauern vom Wetter 
abhängig. Ein kalter Winterfrost während der Blüte, 
Unwetter und Hagel während der Wachstumszeit im 
Sommer, nasses Wetter während der Weinlese im 
Herbst; all das sind Gefahren, die Wachstum, Umfang 
der Ernte und Qualität beeinflussen können. 
Am letzten Donnerstag verkündete die Glocke der 
Pfarrkirche den Beginn der Weinlese in Vaduz. Trotz 
des Frostes vor Ostern durfte man noch auf eine ver- 
háltnismássig gute Lese hoffen. Die vorhandenen 
Trauben hatten gegenüber anderen Jahren gróssere 
Gewichte, und die Vegetation war 3—4 Wochen früher 
als normal. Der September, der sonst praktisch die 
Traubenreife bestimmt, machte dann jedoch viele 
Hoffnungen zunichte. 
59 I Volksblatt, 10. Oktober 1979, Nr. 190. 
519 L Volksblatt, 22. Oktober 1979, Nr. 198. 
51! GAV, Signatur Nr. 725. 
51? [ Vaterland, 6. November 1980, Nr. 205. 
51 Ospelt, Bernhard: Aussichten schlecht — Ergebnis gut. In: 
LVaterland, 15. November 1980, Nr. 212. 
54 GAV, Signatur Nr. 725. 
515 GAV, Signatur Nr. 725. 
516 GAV, Signatur Nr. 725. 
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