Volltext: Vaduzer Wein

  
Hagelschaden sich immer empfiehlt. Die Winzer- 
genossenschaft Vaduz wird im Hinblicke auf die be- 
scheidenen Kosten, die der Hagelabwehrdienst mit- 
telst Raketen erfordert, in Aussicht nehmen, auch 
hier Versuche móglichst bald einzuleiten.33 
6. Juni 1946 
Hagelraketen-Vorführung 
Nachdem bereits am 19. Mai letzthin Herr Rebschul- 
besitzer Frei aus Berneck in Vaduzer Winzerkreisen 
über die Anwendung von Hagelraketen referierte 
und daraufhin beschlossen worden war, auch in 
Vaduz einen Hagelabwehrdienst mittelst Raketen ein- 
zuführen, erfolgte letzten Sonntag gegen Mittag im 
fürstlichen Weinberg die Vorführung des Abschusses 
einer Hagelrakete durch Herrn Frei. Es waren dabei 
auch wieder die Winzergenossenschaft und die fürst- 
liche Dománenverwaltung durch einige Herren ver- 
treten.337 
15. Juni 1946 
Vaduz. Traubenbliite 
Die Reben zeigen heuer einen erfreulich guten An- 
satz. Auch aus anderen Gemeinden liegen Berichte 
über schöne Behänge vor. In den unteren Lagen ist 
die Blütezeit bereits vorüber. Die Bestände in den 
oberen Lagen warten auf Sonnenschein und Juni- 
wärme, um ihre Träubchen zu öffnen.338 
25. Juni 1946 
Weinprämierung an der Olma 1946 
Im Rahmen der Gruppe “Reben und Weine” findet 
an der Olma 1946 eine Weinprämierung für das 
deutschschweizerische Weinbaugebiet, inbegriffen 
Liechtenstein, statt. 
Die Anmeldungen sind bis 30. Juni 1946 an das Se- 
kretariat der Olma, St. Gallen, zu richten. Daselbst 
sind auch Reglement und Anmeldeformulare erhält- 
lich. Die Beteiligung an der Weinprämierung ist un- 
entgeltlich. 
  
  
Es ist zu hoffen, dass sich auch Liechtensteiner 
Weinproduzenten und Weinvermittler an dieser Prä- 
mierung beteiligen. Das Weinbaukommissariat.**9 
11. Juli 1946 
An die Winzerschaft 
Die Entwicklung der Trauben und der Mottenflug er- 
fordern nun den Kampf gegen den Sauerwurm, die- 
sen bald árgsten Feind des Weinbaues. 
Es ist angezeigt, noch gegen Ende dieser Woche 
mit Gesarol oder Nirosan zu spritzen, und zwar raten 
wir eine Sonderbehandlung, nämlich: 1% Gesarol 
oder Nirosan plus 0.5% Kukaka oder Bordeauxbrühe. 
Es ist auch sehr ratsam, dieser Mischbrühe noch 
0.05% (also eine halben Deziliter pro 100 Liter) Netz- 
mittel Geigy oder Etaldyn beizugeben. Gut rühren! 
Immer noch kommt es vor, dass Gesarol falsch an- 
gemacht wird, indem es der Bordeauxbrühe einfach 
beigeschüttet wird. Es muss zuerst angeteigt werden. 
Dann lässt man es 10 Minuten ziehen und giesst es 
unter gutem Rühren bei. 
Nächste Woche, also etwa 8-10 Tage nach dieser 
Sonderspritzung, ist eine 1%-prozentige Bordeaux- 
brühebespritzung nôtig. Das Weinbaukommissariat.34 
22. August 1946 
Der Stand der Reben ist so weit vorgeschritten, dass 
die Schliessung der Weinberge für Dienstag, den 27. 
ds. M., früh vorgesehen ist. Zuerst war dies schon für 
330 [ Volksblatt, 8. Dezember 1945, Nr. 141. 
9?" [Volksblatt, 4. Dezember 1945, Nr. 139; s. auch LVolksblatt, 
15. November 1945, Nr. 131 u. 1. Dezember 1945, Nr. 138. 
53 GAV, Signatur Nr. 725. 
S. auch LVolksblatt, 16. April 1946, Nr. 46; 20. April 1946, Nr. 48; 
27. April 1946, Nr. 50; 30. April 1946, Nr. 51. 
334 [D Volksblatt, 26. März 1946, Nr. 37. 
335 [ Volksblatt, 16. Mai 1946, Nr. 58. 
536 I Volksblatt, 21. Mai 1946, Nr. 60. 
55 LVolksblatt, 6. Juni 1946, Nr. 66. 
338 [Volksblatt, 15. Juni 1946, Nr. 69. 
59 LVolksblatt, 25. Juni 1946, Nr. 72; s. auch LVolksblatt, 25. Mai 
1946, Nr. 62. 
540 D Volksblatt, 11. Juli 1946, Nr. 79; s. auch LVolksblatt, 12. Juni 
1946, Nr. 68. | 
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