Volltext: Vaduzer Wein

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* Überwachung der ordnungsgemässen Durchfüh- 
rung der Schädlingsbekämpfung 
e Überwachung der Durchführung der Weinlese 
* Überwachung der Reblagen wegen etwaigem Reb- 
lausverdacht.261 
28. April 1938 
Vaduz. Weinbau 
Die kalte Witterung der letzten Wochen ist auch in 
den hiesigen Weinbergen nicht ohne Schaden vorbei 
gegangen. Reben, die infolge ihrer besonders ge- 
schützten Lage und der warmen Märzwitterung wei- 
ter voran waren, haben zum Teil erfrorene Triebe. 
Ähnliches kann bei Grubreben beobachtet werden. 
Zweifellos werden jene Winzer gut getan haben, die 
rechtzeitig Frostschutzschirme bei den Reben an- 
brachten. Der Grossteil der Reben dürfte bis heute 
noch keinen besonderen Schaden gelitten haben.29? 
9. Mai 1988 
Schweizerische Landesausstellung 
Die Ausstellungsleitung der schweizerischen Landes- 
ausstellung teilt der Winzergenossenschaft Vaduz mit, 
dass die Weine der Winzergenossenschaft als auslàn- 
dische Güter zu betrachten sind und somit nicht an 
der Ausstellung zugelassen werden.?59 
10. Mai 1938 
Die fürstliche Regierung wird über das ablehnende 
Schreiben der schweizerischen Landesausstellungslei- 
tung informiert.264 
19. September 1938 
Durch die Intervention des Regierungschefs, Josef 
Hoop, bei der Ausstellungsleitung der schweize- 
rischen Landesausstellung 1939, Zürich, wird der 
Liechtensteiner Wein gleich behandelt wie der 
Schweizer und offiziell zur Ausstellung zugelassen 
(einheitliches Wirtschaftsgebiet) .?® 
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REL 
2. Juni 1938 
Vaduz. Weinbau 
Trotz der Frühjahrsfróste stehen heute die Weinberge 
im grossen und ganzen mit schónem Ansatz von 
Gescheinen?96 da, und das Wachstum ist ordentlich 
befriedigend. Damit ist nun die Zeit gekommen, an 
die erste Bespritzung mit Kupfer-Kalkbrühe zu den- 
ken. Auch der Mottenflug ist jetzt zu verfolgen. 
Bisher scheinen noch keine Motten geflogen zu sein. 
Doch ist jetzt besondere Vorsicht am Platze. Während 
in der Ostschweiz, namentlich in Graubünden, die 
Verhältnisse ähnlich wie bei uns zu liegen scheinen, 
haben andere schweizerische Rebbaugebiete durch 
die Frühjahrsfröste sehr grosse Schäden erlitten, was 
nicht ohne Rückwirkung auf die Gesamternte im 
Herbste bleiben wird.267 
8. Oktober 1938 
Weinlese 
In Vaduz und Schaan ist dieser Tage der Haupt- 
wimmet. Wenn auch etwas schon früher eingebracht 
wurde und der erste Saft bereits schon zu verkosten 
ist, sind doch der Freitag und der Samstag dazu aus- 
ersehen worden, die Haupternte einzubringen. In 
Schaan ist die Ernte eine reichliche, die in Vaduz ist 
beeinträchtigt durch den seinerzeitigen Hagelschlag, 
der teilweise eine Vernichtung bis zu 50% der Ernte 
herbeigeführt haben dürfte. Sonst hätte auch der 
Weinbauer in Vaduz heuer wieder einmal mit einer 
55 [Volksblatt, 18. März 1937, Nr. 32. 
56 LVolksblatt, 3. Juli 1937, Nr. 75. 
57 GAV, Signatur Nr. 725. 
58 LVolksblatt, 2. Oktober 1937, Nr. 113. 
#9 LVolksblatt, 14. Oktober 1937, Nr. 118. 
260 GAV, Signatur Nr. 725. 
261 GAV, Signatur Nr. 725. 
262 LVolksblatt, 28. April 1938, Nr. 49. 
263 GAV, Signatur Nr. 725. 
264 GAV, Signatur Nr. 725. 
265 GAV, Signatur Nr. 725. 
266 Blütenansätze. 
267 LVolksblatt, 2. Juni 1938, Nr. 63; s. auch LVolksblatt, 21. Mai 
1938, Nr. 59 u. 5. Juli 1938, Nr. 75. 
  
ET A ecole
	        

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