Volltext: Vaduzer Wein

Weisses Gewächs 
Torkel Trauben kg Wein Liter Ausbeute 
B. Risch 822.5 605 75.5% 
1935 Februar 1935 
Eidg. Getränkesteuer 
Durch die Einführung der eidg. Getränkesteuer wird 
die Winzergenossenschaft Vaduz verpflichtet, pro 
Liter verkauften Weines fünf Rappen Steuer zu erhe- 
ben und diese vierteljährlich an die eidg. Oberzoll- 
direktion abzuliefern.*?7 
9. März 1935 
Inserat betreffend die Einfuhr von Reben 
und die Anpflanzung von Direkttrágern?? 
1. Juni 1935 
Winzer, bekämpft den Heuwurm! 
In erfreulicher Weise hat bei uns die Bekämpfung der 
pilzlichen Schädlinge des Weinbaues Fortschritte ge- 
macht. Hingegen muss der Bekämpfung des Heu- 
und Sauerwurmes, der Made des einbindigen Trau- 
benwicklers, noch bedeutend mehr Augenmerk ge- 
widmet werden. Die in den Weinbergen von Vaduz 
vereinzelt angebrachten Kontrollgläser zeigen noch 
einen schwachen Mottenflug, doch sah man schon 
vor 2 Wochen Motten fliegen. Es dürfte angezeigt 
sein, die nächsten Tage den Kampf mit diesem 
Schädling aufzunehmen. In Anwendung kommen 
verschiedene Mittel: Die Pasta von Maag, d. h. Blei- 
arsenat, eine Büchse beigerührt der gewöhnlichen 
Kupferkalkbrühe bei der ersten Bespritzung. Eine 
Wiederholung in 8-10 Tagen ist sehr zu empfehlen. 
Ein anderes Mittel ist die Bespritzung mit Nosprasen 
oder Nosprasit. Zu empfehlen ist auch die Bestäu- 
bung mit Gralit oder Meritol. In Vaduz wird dieses 
Jahr die Bestäubung mit dem sehr empfohlenen Mit- 
tel Meritol versucht. Die Bestäubung ist nach 8 bis 
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i lo 
beit. die Einfuhr von Reben und die AUn- 
- pilengung von Direhtirägerm. 
Die fiirftliche Reaierung fieht fid) peranlaBt, folgende 
Kundmachung in Erinnerung zu rufen: 
Gs wird hiemit daran erinnert, daß gemäß Art. 86 des 
Einführungsgefebes zum Sollbertrage Rebenpflinglinge, 
RebenfHnittlinge, Wurzelftôcke und Rebhôlger, gebrauchte 
Seubpfäble unb 9tebjtedien, Rompoft und Düngererde, bie 
im Inneren des Gollgebietes girkulieren, mit einem lir 
fprungsgeugnis verfeben fein miiffen. Reben und Teile 
von {olden follen in mit Gdrauben volljtändig nerfdloffe- 
nen hölzernen Rijten verpadit fein. Keine Sendung darf 
Rebblätter enthalten. 
Die Einfuhr bewurzelter 9teben aus dem Jollinlande tjt 
megen der damit verbundenen Gefahr der Verfchleppung 
der Reblaus an eine befondere Bewilligung der fürftlidhen 
Regierung gebunden. Diefe Bewilligung wird nur erteilt, 
wenn die Reben vdor der Einfuhr in der [Hmweizerifhen 
SBer[udjsanjtalt für 9Beine Obft- unb Gartenbau in Wö- 
densmil, Ranton Zürich, desinfigiert werden. 
Cinfubrbemilligungen aus dem Sollauslande können 
nur pon ben [djmeiseri[d)en Bundesbehörden erteilt merden. 
Uebertretungen diefer Borfchriften werden nad) Art, 87 
des Ginfübrungsgejebes gum 3olloertrage befirajt. 
Für die Neuanpflangung von Direktträgern werden kei- 
ne Landesbeiträge ausbezahlt. 
Badug, am 6. Marg 1935. 
Gürilide Regierung: 
ges. Dr. Hoop. 
  
se 
10 Tagen zu wiederholen. Die Bestäubung geschieht 
für sich, also unabhängig von der Bespritzung gegen 
die Peronospora. Haben wir gegen den Heuwurm, 
also gegen die erste Generation wirksam gearbeitet, 
so ist damit auch die zweite, der Sauerwurm zum Teil 
erledigt, was äusserst wichtig ist. Denn ein grosser Teil 
der so häufigen Fäulnisschäden im Herbst wird durch 
den Sauerwurm begünstigt. Also: je wirksamer der 
Kampf im Frühjahr, desto grösser die Ernte im 
Herbst? 
  
  
 
	        

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