Volltext: Feuerwehr Vaduz

Einsatzprotokoll 
Freiwillige Feuerwehr Vaduz 
  
  
Brand eines Hochspannungsschalters (10,000 Volt) in der Trafostation 
im Gebáude der Firma Josef Wachter AG, Schaanerstrasse in Vaduz. 
Am Samstag, 10.12.1994 um 12.53 Uhr erreichte die Kadergruppe der Feuerwehr Vaduz 
eine Brandmeldung über die Alarmzentrale der Polizei. Die Meldung lautete: ,,Brand der 
Trafostation bei der Firma Wachter AG. Trafo steht noch unter Strom.“ 
Daraufhin wurde um 12.54 Uhr für die 2. Gruppe der Feuerwehr Vaduz Alarm ausgelöst. 
Der Einsatzleiter, welcher mit seinem Privat-PW auf der Anfahrt war, löste um 12.55 Uhr 
aufgrund der sehr starken Rauchentwicklung bei der Wachter AG per Handfunkgerät über 
die Alarmzentrale der Polizei den Kompaniealarm (gesamte Feuerwehr) aus. 
Gleichzeitig rückte das erste Tanklöschfahrzeug der FW Vaduz aus. Weiters wurde über die 
Polizei das LKW aufgeboten, um die Anlage außer Strom zu setzen. Durch die Funkzentrale 
der FW Vaduz, die bei jedem Alarm sofort besetzt wird, wurde der Rettungsdienst auf Pikett 
gestellt. 
Der erste Löschangriff mit Pulver, konnte erst vorgenommen werden, nachdem die Trafosta- 
tion vom LKW außer Strom gesetzt war. Zur gleichen Zeit wurden zwei große Belüftungsag- 
gregate von der Feuerwehr installiert, damit der Rauchschaden im Fabrikgebäude so gering 
wie möglich gehalten werden konnte. Zusätzlich zum Pulver wurden auch ein Schaumrohr 
und ein Schnellangriffsrohr eingesetzt. Dies erfolgte jedoch erst, nachdem bei der Anlage 
der Potentialausgleich durch das LKW gemacht war, da bis dahin noch die Gefahr einer 
Restspannung bestand. 
Zum vollständigen Ablöschen des Hochspannungsschalters mußte dieser mit dem Hydrau- 
likspreizer geöffnet und zerlegt werden. Der gesamte Einsatz konnte nur unter Atemschutz 
ausgeführt werden. 
Anschließend installierte das LKW sofort ein Notstromaggregat zur Versorgung des Gebäu- 
des. 
Im Einsatz befanden sich 41 Mann der Feuerwehr Vaduz und es wurden folgende Fahrzeuge 
und Geräte eingesetzt: 
2 Tanklöschfahrzeuge 
1 Rüstwagen (Pioniermaterial, Belüftungsaggregate) 
1 Atemschutzbus (es wurden 14 Pressluftatmer eingesetzt, insgesamt 
benötigte die FW 18 Pressluftflaschen)- 
1 Verkehrsrettungsfahrzeug (Hydraulikspreizer) 
1 Autodrehleiter 
1 Zugfahrzeug 
Großer Dank gebührt allen Beteiligten für den reibungslosen Ablauf des Einsatzes. 
Der Einsatzleiter / Werner Lageder 
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